Quartalsbericht

BASF: Ergebnis deutlich über Vorjahresquartal, Ausblick 2017 angehoben

Die BASF hat im zweiten Quartal 2017 erneut den Absatz gesteigert und hat die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, sagte: „Die positive Nachfrageentwicklung hat sich im 2. Quartal 2017 fortgesetzt. Im Vorjahresvergleich konnten wir den Absatz das fünfte Quartal in Folge steigern. Umsatz und Ergebnis haben wir verglichen mit dem 2. Quartal 2016 kräftig erhöht“, 

Ein Chemietechniker bereitet eine Reaktionsapparatur für die Synthese neuer halbleitender Graphenmaterialien vor. BASF und das Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz betreiben gemeinsam seit September 2012 auf dem BASF-Firmengelände in Ludwigshafen das Carbon Materials Innovation Center. (Bild: BASF)

Der Umsatz der BASF-Gruppe stieg im Vergleich zum 2. Quartal 2016 um 12 % auf 16,3 Milliarden €. Grund hierfür waren vor allem höhere Preise und Mengen. Die Verkaufspreise ließen sich im Zuge höherer Rohstoffpreise um 7 % anheben, dies vor allem wegen des Preisanstiegs im Segment Chemicals. Den Absatz konnte BASF um 3 % steigern. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss auf den Umsatz und beliefen sich wie auch die Portfolioeffekte auf plus 1 %.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen nahm im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 % auf 2,3 Milliarden € zu. Dieser starke Anstieg beruht vor allem auf den hohen Ergebnissteigerungen der Segmente Chemicals und Oil & Gas. Niedrigere Ergebnisse bei Performance Products, Functional Materials & Solutions und Agricultural Solutions dämpften diesen Anstieg. Die Ergebnisbelastungen infolge des Unfalls im Landeshafen Nord am Standort Ludwigshafen im Oktober 2016 wurden durch eine Versicherungszahlung in Höhe von 100 Millionen € kompensiert, die ganz überwiegend im Segment Chemicals verbucht wurde.

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Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter stieg um 404 Millionen € auf 1,5 Milliarden €. Das Ergebnis je Aktie betrug im 2. Quartal 2017 1,63 €, nach 1,19 € im Vorjahreszeitraum. Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Werte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,78 € (Vorjahresquartal: 1,30 €).

Im 2. Quartal 2017 verbesserte sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 2,3 Milliarden € im 2. Quartal 2016 auf 3,0 Milliarden €. Der Free Cashflow betrug 2,1 Milliarden €, nach 1,3 Milliarden € im Vorjahresquartal. Wesentlich für diese Verbesserung war der höhere Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter.

Ausblick für das Jahr 2017
Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung im 1. Halbjahr führt dazu, dass BASF die Rahmenbedingungen für 2017 insgesamt etwas positiver einschätzt als bisher. Die Erwartungen des Unternehmens bezüglich des weltweiten wirtschaftlichen Umfelds für 2017 lauten (bisherige Prognose in Klammern):

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,5 % (2,3 %)
Wachstum der Industrieproduktion: 2,5 % (2,3 %)
Wachstum der Chemieproduktion: 3,4 % (unverändert)
US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,10 US$/Euro (1,05 US$/Euro)
Ölpreis der Sorte Brent von 50 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt (55 US$/Barrel)
„Wir gehen weiterhin von einer deutlichen Umsatzsteigerung für das Gesamtjahr aus – also zumindest um 6 %. Für das EBIT vor Sondereinflüssen erwarten wir – nach dem deutlichen Ergebnisanstieg der ersten sechs Monate des Jahres – nun eine deutliche Verbesserung, also mindestens von 11 %, im Gesamtjahr 2017“, sagte Bock.

„Bezogen auf das 2. Halbjahr 2017 erwarten wir eine leichte Steigerung des EBIT vor Sondereinflüssen gegenüber dem 2. Halbjahr 2016. Diese Prognose berücksichtigt die gute Entwicklung des Segments Chemicals im 1. Halbjahr 2017, die sich voraussichtlich abschwächen wird, sowie den schwächer als ursprünglich erwarteten Ölpreis und US-Dollar. Diese Faktoren sind eine Ergebnisbelastung für BASF“, so Bock weiter.

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