Quartalszahlen

Andreas Mühlbauer,

BASF mit starkem Ergebnis trotz hoher Preise

„Trotz anhaltend hoher Rohstoff- und Energiepreise haben wir im zweiten Quartal erneut ein starkes Ergebnis erzielt“, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller, der gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel die Ergebnisse des zweiten Quartals 2022 vorstellte.

© BASF

Vorläufige Zahlen hatte BASF bereits am 11. Juli veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahresquartal steigerte die BASF-Gruppe ihren Umsatz um 3,2 Milliarden Euro auf 23,0 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 16,3 Prozent. Ausschlaggebend hierfür seien deutliche Preiserhöhungen, die BASF in nahezu allen Segmenten umsetzen konnte.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen erreichte mit 2,3 Milliarden Euro das Niveau des starken Vorjahresquartals. Agricultural Solutions und Nutrition & Care steigerten das Ergebnis deutlich, während es im Segment Industrial Solutions leicht zunahm. Sonstige verbesserte das EBIT vor Sondereinflüssen deutlich.  Die Segmente Chemicals und Materials erwirtschafteten hingegen ein deutlich niedrigeres EBIT vor Sondereinflüssen. Auch im Segment Surface Technologies sank das EBIT vor Sondereinflüssen erheblich.

Das EBIT erhöhte sich um 34 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA vor Sondereinflüssen) stieg im zweiten Quartal 2022 um 76 Millionen Euro auf 3,3 Milliarden Euro und das EBITDA um 197 Millionen Euro auf 3,4 Milliarden Euro.

Anzeige

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im zweiten Quartal 2022 auf 1,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 1,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Free Cashflow des zweiten Quartals 2022 betrug 336 Millionen Euro, nach 1,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2021.

Ausblick 2022 für die BASF-Gruppe

Die Einschätzung zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 hat BASF wie folgt angepasst:

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: +2,5 Prozent
  • Wachstum der Industrieproduktion: +3,0 Prozent 
  • Wachstum der Chemieproduktion: +2,5 Prozent
  • US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,07 US-Dollar/Euro 
  • Ölpreis der Sorte Brent von 110 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt

Für das zweite Halbjahr 2022 geht BASF von einer allmählichen Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit aus, jedoch deutlich stärker ausgeprägt für Europa. Dabei unterstellt das Unternehmen, dass es weder zu starken Einschränkungen durch erneute Lockdowns in China noch zu Produktionsabstellungen aufgrund einer Gasmangellage in Europa kommt.

Aufgrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2022 wurde die Prognose für die BASF-Gruppe für das Geschäftsjahr 2022 auf Basis der zuvor genannten Annahmen wie folgt angepasst:

  • Umsatzwachstum auf einen Wert zwischen 86 Milliarden Euro und 89 Milliarden Euro 
  • EBIT vor Sondereinflüssen zwischen 6,8 Milliarden Euro und 7,2 Milliarden Euro
  • Return on Capital Employed (ROCE) zwischen 10,5 Prozent und 11,0 Prozent 
  • Reduzierung der CO2-Emissionen auf einen Wert zwischen 18,4 Millionen Tonnen und 19,4 Millionen Tonnen

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, vor allem bedingt durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffpreise sowie auf die Rohstoffverfügbarkeit insbesondere in Europa, könne es abweichend von den oben dargestellten Annahmen zu zusätzlichen Belastungen kommen, erklärte der Konzern.

Risiken können sich insbesondere durch Produktionsunterbrechungen an den großen europäischen Standorten infolge weiterer Einschränkungen der europäischen Gasversorgung aus Russland ergeben. In diesem Fall könnte der Ausfall europäischer Kapazitäten teilweise durch höhere Anlagenauslastung an außereuropäischen Standorten ausgeglichen werden.

Weitere Risiken können sich aus dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und erneuten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen ergeben. Chancen können auch bei wirtschaftlicher Abkühlung durch anhaltend hohe Margen entstehen. Der wirtschaftlichen Abkühlung tritt BASF mit Kostenreduktionsmaßnahmen entgegen.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige