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BASF mit leichtem Umsatzanstieg und Optimismus

Der Standort Port Arthur, Texas produziert petrochemische Basischemikalien und betreibt einen der weltweit größten Steamcracker, der verschiedene Rohstoffe verarbeiten kann, sowie die größte Butadien-Extraktionsanlage der Welt.

2013 hat BASF Umsatz und Ergebnis verglichen mit dem Vorjahr gesteigert. Mit 18,1 Milliarden Euro lag der Umsatz der Gruppenumsatz im 4. Quartal leicht über dem Vorjahreszeitraum. Der Absatz stieg in allen Segmenten. Negative Währungseffekte minderten den Umsatz in allen Unternehmensbereichen. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um knapp 3 Prozent auf 74,0 Milliarden Euro. Eine vor allem mengenbedingte deutliche Umsatzsteigerung in den Segmenten Oil and Gas und Agricultural Solutions trug dazu bei. Im Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials and Solutions umfasst, sank der Umsatz trotz eines höheren Absatzes leicht. Hauptgrund hierfür waren negative Währungseinflüsse. Das Ebit vor Sondereinflüssen nahm 2013 um 543 Millionen Euro zu und lag bei 7,2 Milliarden Euro. Neben dem erfolgreichen Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln und einem höheren Beitrag des Segments Functional Materials and Solutions war die Ergebnisverbesserung bei Sonstige für diesen Anstieg maßgeblich.

Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter lag mit 4,8 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie stieg von 5,25 auf 5,27 Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 5,37 Euro um 0,27 Euro unter Vorjahr. "Mit dem Betrag von rund 7,9 Milliarden Euro haben wir beim operativen Cashflow einen Spitzenwert erzielt", sagte Dr. Hans-Ulrich Engel, Finanzvorstand der BASF. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 2. Mai eine Dividende von 2,70 Euro pro Aktie vorschlagen - eine Erhöhung um 0,10 Euro gegenüber dem Vorjahr.

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Ausblick für das Jahr 2014
"Auch dieses Jahr rechnen wir nicht mit starkem Rückenwind. Dennoch sind wir hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit vorsichtig optimistisch. Die Weltwirtschaft wird trotz anhaltender Volatilität voraussichtlich etwas stärker wachsen als 2013", erklärte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF. Für die globale Chemieindustrie rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum etwa auf dem Niveau des Vorjahres und prognostiziert ein etwas höheres Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen wie der Transport-, Konsumgüter- und Elektronikindustrie. Dies werde sich voraussichtlich positiv auf das Geschäft der BASF auswirken. das Unternehmen geht von folgenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2014 aus (Vorjahreswerte in Klammern):

  • Wachstum der Weltwirtschaft 2,8 % (+2,3 %)
  • Wachstum der globalen Chemieproduktion (ohne Pharma) 4,4 % (+4,6 %)
  • Wechselkurs durchschnittlich 1,30 US$/Euro (1,33 USD/Euro)
  • Brent-Ölpreis 110 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt (109 USD/Barrel)

Dr. Kurt Bock: "Insgesamt erwarten wir, dass wir uns 2014 in einem weiterhin herausfordernden Umfeld gut behaupten werden. Wir wollen unseren Absatz ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Devestitionen erhöhen." Dennoch wird der Umsatz verglichen mit dem Jahr 2013 voraussichtlich leicht sinken. Grund hierfür ist die für Mitte 2014 geplante Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts. BASF erwartet einen leichten Anstieg des Ebit vor Sondereinflüssen, vor allem infolge deutlich gesteigerter Beiträge von Performance Products und Functional Materials and Solutions. Beim EBIT wird ein deutlicher Anstieg gegenüber 2013 erwartet, unter anderem durch den Sonderertrag aus der Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts. "Wir wollen das Ebit nach Kapitalkosten deutlich steigern und damit wieder eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen", so Bock weiter.

Der Umsatz bei Performance Products blieb im 4. Quartal mit 3,7 Milliarden Euro stabil. Ein höherer Absatz glich niedrigere Preise und negative Währungseffekte aus. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg aufgrund höherer Mengen und verbesserter Margen um 33 Millionen Euro auf 216 Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2013 sank der Umsatz trotz gestiegener Mengen um 1 % auf 15,5 Milliarden Euro. Das EBIT vor Sondereinflüssen ging gegenüber 2012 um 56 Millionen Euro auf rund 1,4 Milliarden Euro zurück.

Segment Functional Materials and Solutions
Der Umsatz im Segment Functional Materials and Solutions ging im 4. Quartal 2013 um 1 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurück. Höhere Mengen konnten die negativen Währungseffekte nicht kompensieren. Eine lebhafte Nachfrage aus der Automobilindustrie führte zu dem Absatzanstieg. Das Ebit vor Sondereinflüssen nahm aufgrund höherer Ergebnisse in den Bereichen Catalysts und Coatings um 10 Millionen Euro auf 238 Millionen Euro zu. Der Umsatz im Gesamtjahr stieg vor allem infolge eines höheren Absatzes um 1 Prozent auf knapp 17,3 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit rund 1,1 Milliarden Euro um 138 Millionen Euro über dem Wert des Jahres 2012.

Der Umsatz von Sonstige stieg im 4. Quartal um 7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Ellba Joint Ventures für Styrolmonomere und Propylenoxid in Europa und Asien trugen maßgeblich zu dem Umsatzwachstum bei. Das Ebit vor Sondereinflüssen sank um 47 Millionen Euro auf minus 114 Millionen Euro. Im Gesamtjahr wuchs der Umsatz von Sonstige verglichen mit dem Vorjahr um 3 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf minus 618 Millionen Euro, nach minus 790 Millionen Euro im Jahr 2012.

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