Ausbau des ChemCycling-Geschäfts

Annina Schopen,

BASF produziert mit Pyrolyseöl aus gemischten Kunststoffabfällen

BASF hat eine Rahmenvereinbarung zur Abnahme von Pyrolyseöl aus gemischten Kunststoffabfällen mit Arcus Greencycling Technologies geschlossen. Der Chemiekonzern will damit fossile Ressourcen ersetzen.

Christoph Gahn, Vice President Chemical Recycling Business & Technologies BASF (links) und Marco Tomasi Morgano, CTO Arcus (rechts) © BASF

Arcus, ein Technologieunternehmen mit Sitz in Ludwigsburg, wird BASF mit Pyrolyseöl beliefern und in den nächsten Jahren die Kapazitäten erweitern. Das Öl setzt BASF in seiner Produktion als Rohstoff zur Herstellung von Ccycled-Produkten ein. So wollen die beiden Unternehmen ihr jeweiliges Know-how in die Wertschöpfungskette einbringen, um heute nicht mechanisch recycelte Kunststoffabfälle im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zurückzuführen und CO2-Emissionen zu verringern.

Die Vereinbarung soll ein weiterer Baustein beim Ausbau des ChemCycling-Geschäfts der BASF sein, das sich auf die chemische Verwertung von nicht anderweitig recycelten Post-Consumer-Kunststoffabfällen im industriellen Maßstab konzentriert. BASF speist das von Arcus gelieferte Pyrolyseöl in ihren Produktionsverbund in Ludwigshafen ein und ersetzt damit fossile Ressourcen.

Der Anteil des recycelten Rohstoffs wird anhand eines Massenbilanzverfahrens im Verbund hergestellten Produkten zugeordnet. Ein unabhängiger Auditor prüft die Zuordnung. Die Produkte, die den Namenszusatz „Ccycled“ tragen, haben laut BASF die gleichen Eigenschaften wie konventionell hergestellte Produkte. Die Kunden können diese daher auf die gleiche Weise weiterverarbeiten und auch in Anwendungen einsetzen, die hohe Anforderungen an Qualität und Leistung stellen, zum Beispiel Automobilteile. Seit 2020 sind kommerzielle Produkte auf dem Markt.

Anzeige
Von links nach rechts: Julian Odenthal, Projektmanagement Arcus; Marco Tomasi Morgano, CTO Arcus; Markus Klatte, CFO Arcus; Stefan Strege, ChemCycling Projects Europe BASF; Christoph Gahn, Vice President Chemical Recycling Business & Technologies BASF; Daniel Odenthal, COO Arcus; Mark Eberhard, Betriebsleiter Arcus. © BASF

Demonstrationsanlage in Frankfurt

Die in Frankfurt errichtete Demonstrationsanlage von Arcus ist die erste dieser Art im kommerziellen Maßstab in Deutschland und erzeugt aus nicht mechanisch recycelten gemischten Kunststoffabfällen Pyrolyseöl. „Mit der gesicherten Abnahme des produzierten Öls kann Arcus nachhaltig weitere Anlagen mit höherer Kapazität aufbauen und so gemeinsam mit BASF einen wesentlichen Beitrag zur Schließung von Stoffkreisläufen leisten“, so Daniel Odenthal, Chief Operating Officer von Arcus. Die Vereinbarung sehe eine Steigerung der Abnahme auf bis zu 100.000 Tonnen Pyrolyseöl jährlich vor.

„Die Zusammenarbeit mit Arcus unterstreicht das Engagement von BASF, Ressourcen zu schonen, indem wir recycelte Rohstoffe in der chemischen Industrie einsetzen und den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft vorantreiben“, sagte Christoph Gahn, Vice President Chemical Recycling Business & Technologies bei BASF.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Messebilanz

Wittmann: Die K 2022 war ein voller Erfolg

Wittmann hat auf der diesjährigen K Neuheiten im Bereich der Spritzgießmaschinen und Prozesstechnologien sowie der Roboter und Peripheriegeräte vorgestellt. Der Schwerpunkt lag auf Exponaten, die den Beitrag zu Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung...

mehr...