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Bayer MaterialScience: Bau der neuen TDI-Anlage läuft wie geplant

Das TDI-Bauprojekt von Bayer MaterialScience im Chempark Dormagen hat einen Meilenstein erreicht: Der Rohbau ist fertiggestellt. Bauherr und beteiligte Firmen nahmen das zum Anlass, gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Nachbarschaft an der neuen Hightech-Anlage zur Herstellung der Chemikalie TDI (Toluylen-Diisocyanat) Richtfest zu feiern. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Hälfte 2014 geplant.

TDI wird als Vorprodukt für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen benötigt, aus denen viele Alltagsprodukte wie Matratzen und Autositze bestehen. In die neue Anlage werden rund 250 Millionen Euro investiert. Inklusive der Pläne weiterer Unternehmen im Umfeld zur Errichtung von Betrieben, die mit der TDI-Produktion in Verbindung stehen, beläuft sich die Gesamtinvestition im Chempark auf über 400 Millionen Euro.

"Mit dieser Anlage im so genannten World-Scale-Format mit einer Kapazität von 300.000 Jahrestonnen wird Dormagen zum neuen Produktionszentrum für TDI in Europa", unterstrich Dr. Joachim Wolff, im Executive Committee von Bayer MaterialScience zuständig für die Business Unit Polyurethanes.

Mit dem Richtkranz vor dem Rohbau der neuen TDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Dormagen (von rechts): NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience, sowie Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit Polyurethanes bei Bayer MaterialScience.

Minister Duin: Stärkung des Chemie-Standorts NRW
Ehrengast war Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen. Er erklärte: "Mit der Investition in die TDI-Anlage hat sich Bayer bewusst entschieden, den Chemie-Standort Nordrhein-Westfalen zu stärken. Das zeigt, dass wir in unserem Land hoch attraktiv für eine erfolgreiche Industrie sind. Wir müssen daran arbeiten, dass es so bleibt."

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Neue Mitarbeiter eingestellt
Der Dormagener Bayer-Betriebsratsvorsitzende André van Broich baute direkt darauf auf. "Die neue TDI-Anlage ist der Beleg dafür, dass unser heimischer Standort hier in Nordrhein-Westfalen - Europas größter Chemieregion - sehr wohl wettbewerbsfähig ist, auch im internationalen Vergleich." Dafür gebe es neben der hervorragenden Infrastruktur und dem entsprechenden Verbund noch einen wichtigen Grund: "Wir haben in unseren Betrieben und in der Region hervorragende und top-ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine solche Hightech-Anlage sicher und effizient fahren können."

Im Rahmen des Projekts werden 20 neue Mitarbeiter eingestellt, die teilweise schon jetzt Seite an Seite mit den etwa 80 Kollegen in der derzeitigen TDI-Pilotanlage arbeiten und ein intensives "Training on the job" erhalten.

Zahlreiche Auftragnehmer aus der Region
Auch das Umfeld profitiert: Zwischen 500 und 1.000 Arbeitskräfte sind während der Bauphase zusätzlich in dem Projekt gebunden. Viele Auftragnehmer kommen aus der Region, wie zum Beispiel die Rohrleitungsplanungsfirma Keynes aus Neuss und der Apparatebauer Quast sowie der Apparatebauer APL aus Dormagen. Auch später im laufenden Betrieb werden Firmen aus Dormagen und Umgebung für Wartungsarbeiten, Bau- und Instandhaltung sowie technische Dienstleistungen im Umfeld der neuen Anlage integriert sein.

Die bestehenden Arbeitsplätze in Vorbetrieben und Logistik am Standort werden durch das Projekt gesichert. Das gilt auch für tausende weitere Stellen, die in der Wertschöpfungskette in Nordrhein-Westfalen und Deutschland mit der TDI-Produktion verbunden sind.
 
Umweltschonendes Verfahren
Das innovative Gasphasen-Verfahren macht die TDI-Herstellung in Dormagen besonders effizient. "Dabei werden Energie und Ressourcen optimal genutzt. So lassen sich hier gegenüber einer konventionellen Anlage gleicher Kapazität bis zu 60 Prozent Energie einsparen, außerdem werden bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel benötigt. Dies sichert uns nicht zuletzt auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil", betonte Wolff.

Im Januar 2013 hatte die Bezirksregierung Köln die finale Bau- und Betriebsgenehmigung für die TDI-Anlage erteilt.

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