digital networking days Nachhaltigkeit

Annina Schopen,

Biologisch abbaubare Kunststoffe aus Meeresalgen

Jessica Wiertz, verantwortlich für den Bereich Anwendungstechnik bei Brabender, spricht in ihrem Vortrag bei den digital networking days Nachhaltigkeit am 27. September, darüber, wie Algenbiomasse in neues Polymermaterial umgewandelt werden kann.

© Brabender

erzeugter Biomasse für industrielle Zwecke. Eine mögliche Anwendung für einen Teil dieser Biomasse ist der Ersatz von fossilen, nicht abbaubaren Kunststoffen. Insbesondere die in den Algen enthaltenen hydrokolloidalen strukturellen Polysaccharide - Alginat, Agar und Carrageen - sind für die Herstellung natürlicher Kunststoffe von Interesse.

Die Polymere werden von den Algen während ihres Wachstums selbst produziert, ohne dass der Mensch weitere Energie oder Ressourcen einsetzen muss. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber anderen biologisch abbaubaren oder nicht biologisch abbaubaren Polymeren, die aus Monomeren synthetisiert werden müssen, denn es spart Produktionszeit, Ressourcen und Energie und minimiert damit die CO2-Bilanz des Materials.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, die Algenbiomasse in das neue Polymermaterial, einen natürlichen Kunststoff, umzuwandeln und Materialeigenschaften zu erzielen, die den Anforderungen der angestrebten Anwendungen entsprechen. Um dies zu erreichen, gibt es verschiedene Verarbeitungstechnologien mit Vor- und Nachteilen, die in dem Vortrag vorgestellt und diskutiert werden.

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Über die digital networking days Nachhaltigkeit

Für die digital networking days Nachhaltigkeit haben sich die fünf Fachmedien Baugewerbe, INDUSTRIAL Production, KUNSTSTOFF MAGAZIN, LABO und materialfluss zusammengetan: Vom 27. bis 29. September widmen sich mehr als 30 Vorträge und Workshops dem Thema.

Für alle, die sich für das Thema Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche interessieren, wird der 27. September besonders spannend: Hier gibt es unter anderem Vorträge vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, von BHS Sonthofen, Brabender, vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid, von Treffert, Kiefel, vom Fraunhofer IOSB-INA zusammen mit Cuna Products, von Arburg, Gindumac, Witosa und Stasskol.

Davor, danach und dazwischen können die Teilnehmer sich untereinander vernetzen, austauschen, die Referenten kennenlernen und sich spontan digital verabreden.

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