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BMS plant Erweiterung der MDI-Anlage

Das Projekt ist Teil des bereits bekannt gegebenen Optimierungskonzepts für die Isocyanat-Produktion in Europa. Zunächst ist in Dormagen der Bau einer Produktionsanlage für TDI (Toluylen-Diisocyanat) mit 300.000 Tonnen Jahreskapazität geplant, die 2014 in Betrieb gehen soll.

Zeitversetzt soll die bestehende MDI-Anlage in Brunsbüttel mit einer jährlichen Kapazität von 200.000 Tonnen auf eine Gesamtkapazität von 420.000 Jahrestonnen ausgebaut werden. Als Teil dieser Maßnahme soll die dortige TDI-Anlage in eine MDI-Anlage umgerüstet werden. In Abhängigkeit von der Dauer des Genehmigungsverfahrens und der Entwicklung am Markt sei mit der Inbetriebnahme in den Jahren 2015/2016 zu rechnen.

Polyurethan-Hartschaum auf Basis von MDI wird beispielsweise in der Wärmedämmung von Gebäuden und in der gesamten Kühlkette eingesetzt. Neben den Energieeinsparungen sollen Anwendungen im Fahrzeugbau für mehr Sicherheit sorgen: Verschiedene Vorschriften fordern von der Automobilindustrie bestimmte Sicherheitsmerkmale, um die Verletzungsgefahr von Passanten bei einem Unfall zu verringern. MDI biete diese Ei-genschaften.

Bei der Standortsuche für die MDI-World-Scale-Anlage hat sich der Bayer Industriepark Brunsbüttel im internen Standortvergleich durchgesetzt - besonders wegen der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten sowie der vorhandenen Infrastruktur. Aufgrund der deutlich höheren Produktionskapazität benötigt die geplante Anlage größere Mengen an Rohstoffen. Die Belieferung soll durch die entsprechende Erweiterung der vorhandenen MDA-Anlage und einer Anilin-Neuanlage sichergestellt werden.

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