Automobilzulieferer mit Rekordumsatz

Boge Rubber and Plastics wächst

Automobilzulieferer Boge Rubber and Plastics meldet für das Geschäftsjahr 2016 erneut einen Rekordumsatz. Er stieg um 3,2 Prozent auf 763,4 Millionen Euro.

Die Zentrale der Boge Rubber and Plastics Group in Damme. (Bild: Boge)

Um die Position zu festigen, investierte das Unternehmen im abgelaufenen Jahr mehr als 44,6 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon in Deutschland, in der Slowakei (10,3 Millionen Euro) und China (6,2 Millionen Euro). Zu den großen Investitionsprojekten gehörten 2016 das Pedalwerk-Projekt am Standort Damme, das Motorlagersystem und die hydraulischen Fahrschemellager MLBevo für Audi (Modularer Längsbaukasten der zweiten Generation) am Standort Simmern (Hunsrück) sowie im slowakischen Trnava die Projekte Kupplungspedalmodul für Ford, Stützlager für BMW und Pendelstützen und Getriebelager für VW (Plattform MQB, A0) sowie die Motorlager für Alfa Romeo Giorgio (Simmern). 35,2 Millionen Euro und damit etwa so viel wie im Vorjahr seien in Forschung und Entwicklung geflossen. Hauptentwicklungsstandorte sind Damme und Bonn. Regionale Entwicklungszentren gibt es in Hebron (USA), Trnava (Slowakei), Qingpu (China), Fontenay (Frankreich) und Dingley (Australien). In Novi (USA), Yokohoma (Japan) und Turin (Italien) sind technische Vertriebsbüros.

Mit Boge Rubber and Plastics Zhuzhoubesteht nun ein weiteres Werk in China. Der Geschäftsbereich Automotive von Zhuzhou Times New Material Technology (TMT) wurde in die Gruppe integriert. TMT ist die Muttergesellschaft von Boge Rubber and Plastics. Ein weiterer wichtiger Schritt, die globale Präsenz weiter auszubauen, bedeutete die Eröffnung des Büros in Yokohama (Japan).

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Die Analyse des Umsatzes nach Regionen zeigt, dass Deutschland für Boge nach wie vor der größte Markt ist. Hier wird rund 40 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet (307,7 Millionen Euro) gefolgt von Nordamerika mit 21 Prozent Anteil und Asien/Pazifik mit 16 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 3758 Mitarbeiter (Vorjahr: 3765). Die meisten Mitarbeiter sind in Deutschland tätig (etwa 1800) gefolgt von China (etwa 800), der Slowakei (etwa 700) und den USA mit etwa 250 Mitarbeitern.

In den nächsten Jahren soll Internationalisierungsstrategie fortgesetzt werden. Noch sei das Unternehmen in China und anderen asiatischen Staaten wie Südkorea unterrepräsentiert. Es gehe darum, für dortige Kunden nicht nur zu produzieren, sondern Entwicklungsprojekte in vollem Umfang betreuen zu können. Baubeginn für das dritte Werk in China soll im Mai dieses Jahres sein. Der Produktionsstart in Wuxi ist für 2018 vorgesehen. Mit den zusätzlichen Produktionskapazitäten sollen zusätzliche 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet werden.

Als weiterer wichtiger Baustein der Wachstumsstrategie ist Mexiko, derzeit der siebtgrößte Produktionsstandort der Ainternationalen utomobilindustrie. Der Produktionsanlauf in San Luis Potosí ist für dieses Quartal geplant. Im mexikanischen Werk sollen Projekte aller Produktlinien, also in den Bereichen Schwingungstechnik Fahrwerk und Antriebsstrang sowie des Bereichs Kunststoffkomponenten und -module realisiert werden.

In der Summe plant Boge Rubber and Plastics für 2017 mit mindestens 5 Prozent Umsatzwachstum.

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