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Lanxess startet weitere Kunststoffproduktion in Brasilien

Boomland BrasilienLanxess startet weitere Kunststoffproduktion in Brasilien

Eine neue Anlage für Hightech-Kunststoffe hat Lanxess im brasilianischen Porto Feliz eingeweiht. Der Spezialchemie-Konzern hat nach eigenen Angaben in die Anlage mit 20.000 Tonnen Jahreskapazität rund 20 Millionen Euro investiert. Die neue Anlage bediene vor allem die zunehmende Nachfrage nach Produkten für den Fahrzeugbau in Lateinamerika. So trat in Brasilien vor gut einem Jahr das staatliche Förderprogramm "Inovar-Auto" in Kraft. Es bietet Autoherstellern Steuervorteile, die ihre Produktion sowie ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung stärken und energieeffizientere Autos produzieren.

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Lanxess im brasilianischen Porto Feliz

In der neuen Compoundier-Anlage werden die Basispolymere Polyamid (PA) und Polybutylenterephthalat (PBT) nach Kundenwunsch mit speziellen Additiven und Glasfasern zu Kunststoffen der Produktlinien Durethan und Pocan verarbeitet.

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Seit 2012 hat Lanxess sein weltweites ausgeweitet. Im belgischen Antwerpen stellt der Konzern momentan ein neues Werk für Polyamide fertig. Die World-Scale-Anlage ist für eine jährliche Kapazität von 90.000 Tonnen ausgelegt und soll im dritten Quartal 2014 den Betrieb aufnehmen.

Porto Feliz ist mit rund 310 Mitarbeitern ein großer Produktionsstandort für Lanxess. Die Business Unit Rhein Chemie produziert dort seit rund zehn Jahren Kautschukadditive. Seit 2013 werden an dem Standort auch Hochleistungs-Heizbälge hergestellt. Im laufenden Geschäftsjahr folgt eine weitere Anlage für polymergebundene Kautschukadditive. Der Geschäftsbereich Inorganic Pigments betreibt ebenfalls ein Werk in Porto Feliz.

Nach der Akquisition von Petroflex im Jahr 2008 zählt sich Lanxess zu den größten Chemieunternehmen in Brasilien. Der Konzern beschäftigt dort an sieben Standorten rund 1100 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 machte Brasilien noch rund ein Prozent des Konzernumsatzes aus, mittlerweile erwirtschaftet der Konzern dort rund neun Prozent des Gesamtumsatzes.

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