Branchenverband in Österreich

Manfred Hackl wird Beiratssprecher des KC

Manfred Hackl, Geschäftsführer der Eerema Group ist ab Dezember 2017 Beiratssprecher des österreichischen Kunststoff-Clusters (KC). Er übernimmt die Aufgabe von CollinCEO Friedrich Kastner, der sieben Jahre das Sprachrohr des Expertengremiums im KC war.

Manfred Hackl (links) und Cluster-Manager Wolfgang Bohmayr. (Bild: Land OÖ / Daniel Kauder)

Als eines der Hauptthemen nenn Manfred Hackl die Kreislaufwirtschaft. „Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist eine große Chance, das Image von Kunststoff zu heben. Aber ihr Gelingen hängt vom Zusammenspiel alle Beteiligten – von der Sammlung der Altkunststoffe über die Recyclingtechnologie bis zum Wiedereinsatz in der Verarbeitung – ab“, betont er. Wie es funktionieren kann, wollen der Kunststoff-Cluster und der Cleantech-Cluster gemeinsam im Projekt ‚Coming Home‘ zeigen: Die Initiative zielt darauf ab, regionale Stoffkreisläufe in Kooperation mit der Industrie und den regionalen Sammelsystemen zu schließen. Im Fokus stehen dabei Haushalts-Kunststoffabfälle.

Anhand des gelben Mehrweg-Sammeleimers ‚Öli‘ soll ein Best Practice Projekt gestartet werden. Der Öli ist ein etabliertes Altölsammelsystem der Landes-Abfallunternehmen in Oberösterreich. Der Kübel wird derzeit aus Polypropylen (PP)-Neuware hergestellt. Künftig soll gesammelter Altkunststoff für die Herstellung des Sammeleimers verwendet werden, der Kreislauf so quasi geschlossen werden.

Diese sehr hohen Anforderungen wie extrem hohe Dichtheit, geringe Toleranzen und Beständigkeit gegen Fette konnten bis dato nur mit Neuware gelöst werden. Der Einsatz von Recyclingware verlangt neben einer hochwertigen Recyclingtechnologie entsprechende Stoffströme aus den Altstoffsammelzentren und passende Rezepturen.

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Unter der Führung des Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Kepler Universität Linz wird die LIT Factory, eine öffentliche Pilotfabrik 4.0, im Großraum Linz eingerichtet. Heimische Unternehmen können in Zukunft in diesem Testlabor, digitalisierte Produktionstechnologien erproben, ohne den eigenen Betrieb zu stören. Dort sollen beispielsweise Leichtbauteile aus Kunststoff für Autos entwickelt werden. Weitere Forschungsprojekte liegen im Bereich Recyclingtechnik.

Der Kunststoff-Cluster (KC) ist nach eigenen Angaben mit rund 400 Unternehmen, deren Gesamtumsatz sich auf etwa 17 Milliarden Euro beläuft, die größte Cluster-Initiative in Österreich. Insgesamt beschäftigen die Cluster-Unternehmen 63.000 Mitarbeiterer. In der Initiierung und Begleitung von Innovationsprojekten liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten im Netzwerk. Die Träger des Kunststoff-Clusters sind die Oberösterreichische Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und Ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur.

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