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BVSE: Stoffliche Verwertung von Altkunststoffen stärken

"Die Gesamtsituation des Kunststoffrecyclings muss gestärkt werden", forderte BVSE-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. Dabei müssten nach seiner Auffassung vier Schwerpunkte gesetzt werden:

- Getrenntsammlung
- Qualität der Recyclate, der Endprodukte und der EBS/SBS
- Nachfrage - Green Procurement
- Finanzierungs- und Abschreibungssituation

Rehbock verweist auf eine vom Verband veranstaltete Umfrage zum Kunststoffrecycling. Danach seien im ersten Halbjahr 2009 die Sammelmengen um 15 Prozent, die Sortiermengen um 18 Prozent und die Mengen für das Recycling um 15 Prozent rückläufig gewesen. Der Anteil werkstofflich recycelter Kunststoffe gaben die Unternehmen mit 82 Prozent an. Das Sortieren der Kunststoffe geschieht sowohl nach Kunststofffraktionen (43 %) als auch nach Kunststoffarten (40 %). 17 Prozent sortieren Kunststoffen aus, um sie von anderen Materialien zu trennen.
Eric Rehbock: "Dies bedeutet (...), dass gerade beim Kunststoffrecycling hinsichtlich Nachhaltigkeit, Energieeinsparung und Vermindern von klimaschädlichen Treibhausgasen eine Nutzungshierarchie besteht, die analog zu den Vorgaben der EU-AbfRRL zu sehen ist." In der Praxis scheint momentan jedoch eine andere Schwerpunkt-setzung vorzuherrschen. So zeige eine aktuelle Consultic-Studie (11/08), die im zweijährigen Turnus im Auftrag der Kunststofferzeuger angefertigt wird, für die gesamten verwerteten Kunststoffe, dass bereits 52 Prozent verbrannt werden - und dies mit steigender Tendenz - während nur noch 45 Prozent stofflich verwertet werden. Dies widerspreche in eklatanter Weise allen Vorgaben zur Nachhaltigkeit und sei eine sinnlose Verschwendung des hohen Nutzpotenzials der Kunststoffe. Nur die werkstoffliche Kunststoffverwertung könne den vollständigen Erhalt der gesamten Kette von der Erdölexploration bis zum fertigen Kunststoffprodukt garantieren.

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