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Clariant meldet positive Entwicklung im 3. Quartal

Trotz schwacher Entwicklung der europäischen Wirtschaft bleibe die Profitabilität der Kerngeschäfte stabil meldet Clariant. Dem um 3 % auf 1,923 Mrd. CHF gestiegenen Umsatz stand demnach ein Rückgang des EBITDA vor Einmaleffekten um 7 % auf 201 Mio. CHF, gegenüber. Das lasse sich auf geringere Mengen und Wachstumsinvestitionen zurückführen. Der Cash Flow aus betrieblichen Aktivitäten erreichte 181 Mio. CHF, im Vergleich zu 127 Mio. CHF im dritten Quartal 2011. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Clariant in Lokalwährungen mit nur wenig wachsenden Umsätzen und einer etwas höheren EBITDA-Marge vor Einmaleffekten als nach neun Monaten.

CEO Hariolf Kottmann: "Die globale Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert, und das Wachstum in Schwellenmärkten konnte den Rückgang in Europa nicht mehr ausgleichen. Die derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen werden wahrscheinlich weiter fortbestehen. Clariant bleibt jedoch bei seiner mittelfristigen Prognose bis 2015."

Während Lateinamerika sein solides Wachstum fortsetzte und Nordamerika stabil blieb, breitete sich in Europa die Konjunkturabkühlung von den südeuropäischen Ländern auf den Rest des Kontinents aus. Gleichzeitig verlangsamte sich in den wichtigsten Ländern im Raum Asien/Pazifik und in der Region Naher Osten und Afrika das Wachstum.

Auf Konzernebene sanken die Volumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 %. Die meisten Geschäftseinheiten waren von Volumenrückgängen betroffen. Die Geschäftseinheiten Catalysis & Energy, Functional Materials, Industrial & Consumer Specialties sowie Masterbatches zeigten laut Clariant jedoch in diesem wirtschaftlichen Umfeld eine solide Entwicklung und befinden sich auf gutem Kurs, um ihre Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Allerdings wirkten sich die derzeit besonders schwachen Branchen Elektronik, Lacke und in zunehmendem Masse auch Automobile auf die Geschäftseinheiten Additives und Pigments aus.

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Die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten lag bei 10,5 %, im Vergleich zu 11,6 % im Vorjahreszeitraum. Die niedrigere Marge lasse sich zurückführen auf höhere administrative Kosten, vor allem im Zusammenhang mit der Integration von Süd-Chemie, geringere positive Einmaleffekte und höhere F&E-Kosten, einschliesslich der Anlaufkosten für die Bioethanol-Produktionsanlage nahe München. Der Nettogewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 81 Mio. CHF auf 49 Mio. CHF, vor allem aufgrund von Wechselkurseffekten beim Finanzergebnis und etwas höheren Finanzierungskosten. Die Nettoverschuldung lag bei 1,934 Mrd. CHF und war daher niedriger als Ende Juni 2012 (1,984 Mrd. CHF), aber höher als zum Jahresende 2011 (1,740 Mrd. CHF). Folglich verbesserte sich der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung dividiert durch Eigenkapital) von 67 % am Ende des zweiten Quartals 2012 auf 64 %. Er liegt jedoch über der Ende 2011 verzeichneten Rate von 58 %.

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Clariant in Lokalwährungen mit gleichbleibenden Umsätzen und einer etwas höheren EBITDA-Marge vor Einmaleffekten als nach neun Monaten.

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