Masterbatches

Annina Schopen,

Color Technik und Grafe gehen gemeinsame Wege

Mit dem neuen Schwesterunternehmen Color Technik erweitert Grafe das Produktspektrum im Bereich der Hochtemperaturkunststoffe, Fluorpolymeren und Medizinartikel.

Lars Tonnecker, Grafe, (l.), und Jan-Meik Menke, Color Technik (r.) © Grafe/Color TEchnik

Der Color Technik ist es fortan möglich auf das gesamte Grafe-Unternehmensportfolio zurückzugreifen. „Wir wollen unseren Kunden zeigen, wie ihnen das gebündelte Know-how unserer beider Firmen zugutekommt“, erklärte Vertriebsleiter Lars Tonnecker (Grafe). So könne die Color Technik auf Prüfapparate, Technik und Laborausstattung in Blankenhain zurückgreifen und profitiere von den Entwicklungskapazitäten, dem etablierten Qualitätsmanagement sowie vom großen Coloristen-Team des Thüringer Partners. „Zudem sind wir in der Lage, kurzfristig größere Kapazitäten umzusetzen“, ergänzte er.

„Die Grundphilosophie beider Firmen ist sehr ähnlich. Wir bedienen den gesamten Schweizer Markt und konzentrieren uns auf dieses Kerngeschäft“, berichtete Jan Meik Menke, Geschäftsführer Color Technik und verweist auf die Möglichkeit, Aufträge von Kleinmengen ab einem Kilogramm Masterbatch bis zu ein paar Tonnen umzusetzen. „Wir sind auf Service und Schnelligkeit ausgelegt. Das heißt: Wir liefern innerhalb kürzester Zeit, bei einer Bestellung von 100 Kilogramm Masterbatch sogar innerhalb von 24 Stunden.“ Produziert wird ausschließlich auftragsbezogen.

Darüber hinaus habe Color Technik besondere Kompetenzen im Bereich der Einfärbung von Fluorpolymeren sowie von Hochtemperaturkunststoffen, die in den Zielmärkten Medizin, im Dentalbereich, in der Elektrotechnik sowie im Maschinenbau zum Einsatz kommen. Dabei können PVDF, ETFE, PEEK, PSU und LCP als Masterbatch- oder Compound-Träger verwendet werden.

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Grafe behauptet sich mit den drei Geschäftsfeldern Farbmasterbatches, Additive und funktionelle Compounds seit nunmehr über 30 Jahren als Hersteller erfolgreich am Markt. In den Labors des Technologieführers werden Jahr für Jahr 10.000 unterschiedliche neue Masterbatches in individuellen Varianten hergestellt, getestet und ganz nach den individuellen Kundenbedürfnissen maßgeschneidert.

Im Bereich Compounds bietet Grafe neben kunden- und applikationsspezifischen Kunststofflösungen ein umfangreiches Sortiment an standardisierten elektrisch leitfähigen Granulaten. Aufladungen sind bei vielen Bauteilen unerwünscht, wenn nicht sogar gefährlich, denn sie können Zerstörungen und Explosionen verursachen. Dagegen helfen modifizierte Kunststoffe. Auf Basis wissenschaftlicher Expertise werden kunden- und applikationsspezifische Verbundwerkstoff-Lösungen entwickelt. Die elektrisch leitfähigen und dauerhaft antistatischen Compounds machen den Kunststoff vom Isolator zum Leiter und erschließen so neue Anwendungsfelder.

Zudem bietet Grafe Additiv-Granulate inklusive gefüllter und verstärkter Typen, die dem Polymer beigemischt werden. So entstehen speziell auf die Wünsche des Kunden zugeschnittene Materialien mit optimierten Eigenschaften. Halogenhaltige und -freie Flammschutzmittel, UV-beständige Folien, Thermostabilisatoren, Gleitmittel oder Antistatika sind nur einige Beispiele. In Verbindung mit Kombinationsmasterbatches ist dabei auch die Verknüpfung von Farbe und Additiv möglich.

Color Technik wurde 1995 gegründet und beschäftigt derzeit acht Mitarbeiter. Das Unternehmen stellt Farbmasterbatch und Compounds für die kunststoffverarbeitende Industrie her. Die Kunden der Color Technik decken zahlreiche Kunststoffsparten ab, von Haushaltsgeräten über Verpackungen bis zur Medizintechnik. Alle Partner und Produzenten kommen aus der EU. Die Kunden erhalten die schriftliche Bestätigung, dass die Rohstoffe normenkonform, das Produkt lebensmittelecht und die Rohmaterialien FDA gelistet sind. Das Unternehmen ist zurzeit ISO 9001:2015 zertifiziert, ISO 13485, die Medizintechnik-Norm, ist zusammen mit der SQS in Vorbereitung.

Neben dem Kerngeschäft werden auch Kombibatches produziert, die Eigenschaften wie UV-Beständigkeit, Antistatik, Lasermarkierung, Stabilisierung usw. aufweisen. Auch das Einfärben von nicht einfach zu verarbeitenden Fluorpolymeren gehört zum Angebot. Dabei verlässt sich das Unternehmen vollständig auf durchgehende Qualitätskontrollen. Diese beginnen bereits mit dem Produktionsstart. Nach einer Inline-Prozesskontrolle wird eine Musterplatte hergestellt, die für zukünftige Produktionen als Referenzobjekt dient. Anschließend erfolgt eine visuelle Kontrolle im Büro mit Tageslicht und als letztes sichert ein Farbmessgerät mittels visueller Vermessung den Prozess ab.

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