News

Neue Fraunhofer-Einrichtung in Dresden

Zum 1. Juli 2012 wurde die Fraunhofer-Einrichtung für Organik, Materialien und Elektronische Bauelemente COMEDD zu einer selbstständigen Einheit. Bislang war sie Teil des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS.

Mikrodisplays, flexible organische Solarzellen und stromsparende, farbintensive Beleuchtung aus organischen LEDs, kurz OLEDs – das sind die bisherigen Arbeitsschwerpunkte von COMEDD. Für den erfolgreichen Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in industrielle Anwendungen und Produkte erhielt Institutsleiter Prof. Karl Leo den Zukunftspreis des Bundespräsidenten. Nun geht es in eine eigenständige Zukunft. Künftig soll das Institut die organischen Halbleiter als eine Schlüsseltechnologie etablieren.

Entstanden ist das Fraunhofer IPMS 1992, durch die Übernahme von Einrichtungen der mikroelektronischen Forschung der DDR – zunächst als Außenstelle des Duisburger Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen IMS. 2003 wurde daraus ein eigenständiges Institut. In den darauffolgenden Jahren wuchs der Bereich Photonische Mikrosysteme, auch dank zahlreicher Kooperationen mit der Industrie. Als weiteres Standbein wurde die organische Elektronik aufgebaut.

Das IPMS arbeitet schwerpunktmäßig an der Entwicklung optischer Sensoren und Aktoren und Mikrosystemen für photonische Systeme, bei denen die Mikrospiegel-Arrays eine wichtige Rolle spielen. Die Forschungsarbeiten sollen einen Beitrag leisten, um auch traditionelle Industrien in Deutschland und Europa zu stärken, denn die Mikroelektronik ist eine Schlüsseltechnologie für unterschiedliche Anwendungen – im Auto, in Präzisionsmaschinen, in der Medizintechnik, in jedem Smartphone oder Computer oder für die Elektromobilität. Geplant ist zudem eine intensivere Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige