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Coperion baut in Shanghai Compoundieranlage für Hexpol

Eigens für die Montage von Modulanlagen hat die Coperion GmbH, Stuttgart, an ihrem Produktionsstandort Shanghai/China eine 2.000 m² große Halle eingerichtet. Das Unternehmen trägt damit der rasch wachsenden Bedeutung des Geschäftsfelds Compoundieranlagen in modularer Bauweise im aufstrebenden fernöstlichen Markt Rechnung. Wie bereits in Europa und Amerika kann Coperion nun auch in Asien jede Compoundieranlage - ob konventionell oder modular - kundennah konzipieren und errichten. Dabei ist jede modularisierte Compoundieranlage gewissermaßen ein Unikat - es ist gemäß den speziellen Wünschen des Kunden und den durch das Produkt vorgegebenen Anforderungen konfiguriert und produktionsfertig montiert, und es kann mit Originalprodukt erprobt werden. Außerdem erhöhen sich die lokale Wertschöpfung und der Anteil der vor Ort bezogenen Komponenten (local sourcing). Den Produktionsstandort Shanghai hat Coperion im Zuge seiner Strategie der weltweiten Präsenz vor 16 Jahren gegründet und seitdem kontinuierlich ausgebaut.

Modulanlage zum Compoundieren von Thermoplastischen Elastomeren

Gesamtansicht der Modulanlage zum Compoundieren von Thermoplastischen Elastomeren, die Coperion in der neu eingerichteten Halle am Standort Shanghai montiert und erprobt hat. Bild: Coperion

Den Auftrag für die erste bei Coperion in Shanghai montierte Modulanlage hat Coperion gegen starken Wettbewerb im Januar 2012 von der zur schwedischen Hexpol-Gruppe gehörenden Hexpol Compounding Co., Ltd. mit Sitz in Foshan/China erhalten. Die Anlage dient zum Compoundieren von Thermoplastischen Elastomeren (TPE). Nach Montage und Abnahme bei Coperion in Shanghai wurde die Anlage beim Kunden angeliefert; sie wurde dort in kürzester Zeit komplettiert und in Betrieb genommen.

Kernstück der Modulanlage ist ein zweiwelliger Schneckenkneter (ZSK) mit 82 mm Schneckendurchmesser, der einen Durchsatz von 1.800 kg/h erreicht und ohne Umbauten für unterschiedliche TPE-Rezepturen eingesetzt werden kann. Einer der wichtigsten Anwendervorteile des von Coperion vorgestellten modularen Anlagenkonzepts ist die ebenerdige Standardaufstellung des ZSK 82 Mc18, der dadurch im Normalbetrieb insbesondere zur Reinigung bei Produktwechseln sowie für Wartung und Instandhaltung besonders gut zugänglich ist. Auch das Handling der Roh- und Fertigprodukte hat Coperion in Shanghai geplant und geliefert.

In der Modulanlage integriert sind auch die gravimetrischen Dosierungen. Deren Lieferant K-Tron ist seit der kürzlich vollzogenen Eingliederung von Coperion in die Process Equipment Group (PEG) von Hillenbrand, Inc. ein Coperion-Schwesterunternehmen.

Als Ergänzung zur Produktionsanlage hat Hexpol seit Mitte 2012 eine Laboranlage mit einem Standard Twin Screw STS 35 advanced von Coperion Nanjing/China in Betrieb. Dieser STS-Compounder wird vor allem zur Rezepturentwicklung und für Kundenversuche eingesetzt. Außerdem eignet er sich zur Produktion von größeren Mustermengen.

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Die Entscheidung für eine Coperion Compoundieranlage begründet Carsten Rüter, President Technology bei Hexpol Compounding: "Uns hat überzeugt, wie intensiv sich die Experten von Coperion mit den Produktionsaufgaben auseinandergesetzt haben auf wie präzise sie auf unsere Wünsche eingegangen sind. In außergewöhnlich kurzer Zeit haben wir ein leistungsstarkes Produktionssystem erhalten, bei dem die Fördertechnik und der Compoundierextruder vom gleichen Hersteller stammen. Mit der Modulanlage produzieren wir qualitativ hochwertige TPE-Compounds, die alle Anforderungen von uns und unseren Kunden erfüllen. Mit diesen auch international wettbewerbsfähigen Produkten können wir unsere Marktpräsenz in China entscheidend ausbauen."

Andreas Müssle, Geschäftsführer von Coperion Machinery & Systems (Shanghai) Co. Ltd., erläutert die Bedeutung der Modul-Montage für den Standort: "Wir haben im 4. Quartal 2011 entschieden, auf dem vorhandenen Know-How in Vertrieb und Engineering aufzubauen und strategisch in die lokale Montage von Modulanlagen zu investieren. Dieses klare Bekenntnis zur Bedeutung des fernöstlichen Markts hat sich schnell als richtig erwiesen, denn schon im Januar 2012 haben wir als ersten Auftrag die Compoundieranlage für Hexpol erhalten. Inzwischen haben wir bereits weitere Aufträge und rechnen fest damit, dass deren Montage ebenso glatt und erfolgreich verläuft wie die des Systems für Hexpol. Aufgrund des großen Interesses an modularisierten Compoundieranlagen sind wir zuversichtlich, dass wir unsere neue Montagehalle in kurzer Zeit vollständig auslasten können."

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