Zentrale Staubabsauganlagen

Absaugtechnik für verarbeitungsbedingte CFK-Stäube

Bei der Verarbeitung von Kohlenstofffasern zu hochwertigen Halbzeugen ist es unvermeidlich, dass Stäube entstehen. Die Schunk Kohlenstofftechnik GmbH in Heuchelheim hat eine elegante Art gefunden, mit diesen Stäuben umzugehen. Das Unternehmen unterhält mehrere Standorte, an denen Komponenten aus Kohlenstoff, Graphit, kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und anderen Werkstoffen gefertigt werden.

Viele Saugstellen – eine Anlage: Das ist das Grundprinzip einer zentralen Absaugung. So spart der Betreiber Platz und reduziert auch den Serviceaufwand.

Am zentralen Standort produziert die Abteilung Composites CFK-Bauteile, die überwiegend im Maschinen- und Anlagenbau und in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Die neue, im Jahr 2009 bezogene Fertigung präsentiert sich hell, freundlich, großzügig und extrem sauber. Da bei vielen Bearbeitungsprozessen Staub freigesetzt wird, ist klar, dass hier viel (ab)gesaugt werden muss. Bei der Planung der hierfür zuständigen Technik haben die Verantwortlichen von Schunk gemeinsam mit Ruwac große Sorgfalt walten lassen und eine zentrale Absauganlage projektiert (Bild 1).

Die Anlage mit einer Leistung von 2 x 11 kW ist über Rohrleitungen mit zahlreichen Saugstellen verbunden, an die der Anwender bei Bedarf einfach einen der Saugschläuche anschließen und den Staub aufsaugen kann (Bild 2). Darüber hinaus sind an einigen Bearbeitungsmaschinen auch Direktabsaugungen installiert, die den Staub unmittelbar an der Entstehungsquelle aufnehmen.

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Da CFK-Stäube wie alle organischen Stäube entzündlich sind, wenn sie in einer gewissen Konzentration mit Luftsauerstoff vorliegen, ist die Anlage gemäß den Anforderungen des Staubexplosionsschutzes ausgeführt. Da die zentralen Komponenten der Absauganlage in einem Zwischengeschoss untergebracht wurden, beanspruchen sie keinen Raum in der Produktion.

Zu den Vorteilen dieser zentralen Absauganlage gehören das "aufgeräumte" Layout, die hohe Flexibilität und das einfache Handling. Das Personal kann ohne großen Aufwand sofort kleinere oder größere Mengen Staub aufnehmen. Da das Sauggut an zentraler Stelle gesammelt wird, vereinfacht sich auch die Entsorgung.

Die Alternative zur zentralen Absaugung ist in unmittelbarer Nachbarschaft verwirklicht. Die Schwestergesellschaft Schunk Sintermetalltechnik GmbH ist nicht in einem Neubau, sondern in einem stetig gewachsenen Gebäudekomplex ansässig. Sie produziert Sintermetallkomponenten vorwiegend für die Automobilindustrie. Hier sind insgesamt 120 Ruwac-Sauger unterschiedlicher Bauart und aus verschiedenen Baujahren im Einsatz - in mobiler und stationärer Ausführung, in Ex- und Nicht-Ex-Version, mit und ohne Vorabscheider (Bild 3).

Der direkte Vergleich beider Werke auf einem Betriebsgelände macht u.a. deutlich, dass es sich lohnen kann, nach dem Motto "Eine (Absaugung) für alle (Saugstellen)" eine zentrale Absauganlage zu planen und zu installieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Auch wenn die Ruwac-Sauger außerordentlich robust, langlebig und wartungsarm sind, verlangt ein Saugerpark von 120 Geräten eine gewisse Aufmerksamkeit. Demgegenüber steht bei der Schwesterfirma eine einzige zentrale Absauganlage.

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