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Eisenmann übernimmt Karbonisierungsspezialisten Ruhstrat

Die Eisenmann AG hat zum 19. Oktober 2011 die Ruhstrat GmbH mit Sitz in Bovenden-Lenglern nahe Göttingen erworben. Ruhstrat entwickelt und liefert unter anderem Industrieöfen für die Karbonisierung. Der Böblinger Anlagenbauer Eisenmann, der Oxidationsöfen und Abluftreinigungssysteme für die Karbonfaser-Herstellung im Portfolio hat, will damit zum Turn-Key-Anbieter sowie weltweiter Technologie- und Marktführer für Karbonfaser-Produktionsanlagen werden.

Eisenmanns Vorstandssprecher Matthias von Krauland will auch künftig das Produktportfolio durch Zukäufe von Technologie-Know-how abrunden.

Eisenmanns Vorstandssprecher Matthias von Krauland sieht großes Potenzial im Geschäft mit der Karbonfaser: "Wir investieren in einen vielversprechenden Zukunftsmarkt und nutzen damit konsequent neue Geschäftschancen. Die Akquisition ist Teil unserer Unternehmensstrategie, durch Zukäufe von Technologie-Know-how unser Produktportfolio abzurunden." Seit 2004 liefert Eisenmann nach eigenen Angaben Oxidatonsöfen und Abluftreinigungssysteme. Mit Übernahme von Ruhstrat sei Eisenmann nun in der Lage, die "schwarze Linie" im Herstellungsprozess abzudecken. Dabei wird das Ausgangsmaterial, der weiße Precursor, in überwiegend thermischen Verfahren in die fertige, schwarze Karbonfaser umgewandelt, die dann weiterverarbeitet werden kann.

Die Firmen Eisenmann und Ruhstrat arbeiten bereits seit einigen Jahren in einer Vertriebskooperation. Die künftige Bündelung der Kernkompetenzen für die Karbonfaserherstellung unter einem Dach soll weitere Synergieeffekte bei Produktentwicklungen sowie in Vertrieb und Projektabwicklung bewirken. Die Produzenten von Karbonfasern finden sich neben den USA und Japan auch zunehmend in den BRIC-Staaten. Eisenmann ist in zwölf Ländern mit eigenen Standorten vertreten und hat seit vergangenem Jahr seine Präsenz in Indien und China durch Firmenzukäufe ausgebaut.

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Ruhstrat beschäftigt in Bovenden-Lenglern mehr als 140 Mitarbeiter, die von Eisenmann übernommen werden sollen. Der Standort bleibe erhalten und werde in die Eisenmann-Gruppe integriert.

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