ERP beschleunigt Prozesse

Prototypen und Vorserien-Spritzgießbauteile schneller liefern

Ein Startup hat sich zum Ziel gesetzt, dank hoher Geschwindigkeit im gesamten Prozess von der Anfrage über Angebot, Bestellung, Fertigung und Lieferung im Markt für Prototypen und Vorserienfertigung von Spritzgießbauteilen zu punkten. Basis dafür ist der Einsatz eines ERP-Systems zur Steuerung, Überwachung und Abwicklung aller Abläufe.

Die Spritzgießfertigung arbeitet mit einer 1500 Kilonewton Arburg Spritzgießmaschine. © SOU

Im Jahr 2015 gründeten die beiden heutigen Geschäftsführer Thomas Schönbucher und Moritz Zumdick das Unternehmen Priomold als klassisches Startup. Viele technische Kunststoffe werden im Prototypen- und Vorserien-Spritzguss sowie für Kleinserien zum Einsatz. Die individuell gefertigten Teile liefert das Unternehmen nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage und, dank des modernen Fertigungssystems und durchgängiger Qualitätsüberwachung mit hohem Standard. Aktuell sind 22 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschwindigkeit ist Prozessmanagement
Nach Firmengründung hatte Priomold die Angebots- und Auftragsadministration zunächst manuell mit Microsoft Office-Programmen organisiert. Mit wachsender Angebots- und Auftragsanzahl Da jedoch das Unternehmen stetig weiter wuchs und somit eine immer größere Zahl insbesondere an passgenauen Angeboten zu erstellen war, fiel der Entschluss zur Einführung eines ERP-Systems. Gewünscht war eine technologisch ausgereifte Standardsoftware, die mit ihrem Funktionalitätsspektrum nicht nur in der Warenwirtschaft, sondern in allen Unternehmensbereichen das erforderliche Tempo unterstützt und dabei gleichzeitig einfach handzuhaben ist. Im Auswahlprozess setzte sich schließlich die Software Soumatrixx durch.

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Bestückung eines vollautomatisierten 5-Achs Fräszentrums von Fanuc. © SOU

Da sie weitestgehend im Standard eingeführt wurde und im Vorfeld nur kleinere Anpassungen notwendig waren, folgte das Go-live vier Monate nach Projektstart, Anfang Mai 2017. Umfangreiche Schulungen der Anwender seien nicht erforderlich gewesen. Seither wurden die Funktionen sukzessive erschlossen. Intensiv genutzt werden bereits die Funktionalitäten in der Fertigung und der Warenwirtschaft, um Angebote, Aufträge und Lieferscheine flexibel und mit wenigen Klicks erstellen zu können – ein entscheidender Punkt angesichts der gut 300 Produkte, die jedes Jahr zumeist jeweils in mehreren Farben gebaut werden und entsprechend im System anzulegen sind. Im Zuge des rasanten Wachstums verändern sich gleichzeitig viele interne Prozesse, sie wachsen oder entstehen teilweise erst – das ERP-System muss diese Veränderungen mitmachen. Dazu gehören individuelle Anpassungen in der Darstellung, aber beispielsweise auch die Anbindung einer externen Software für die Spritzgießproduktion.

Gründer und Geschäftsleitung: Thomas Schönbucher (links) und Moritz Zumdick. © SOU

Mit effizienten Prozessen fit für die Zukunft
„Der Übergang vom Einsatz von Office-Lösungen hin zu einem funktionsstarken ERP-System ist durchaus eine Art Revolution – und in unserem Fall können wir jedem Unternehmen nur dringend dazu raten“, erläutert Thomas Schönbucher. Ein zentrales Werkzeug, mit dem kontinuierlich wachsende Prozesse effizient, transparent und schnell abzubilden sind, stellt auch alle Daten stets aktuell in einer Datenbank zur Verfügung. In diesem Fall sei zur Einführung ein vergleichsweise konservativer Weg gewählt worden: Nach der unkomplizierten Einführung der Software zunächst mit Standardfunktionen wie der Warenwirtschaft wurden schrittweise weitere Funktionen gestartet. „Mit den entsprechenden Anpassungen packen wir so unsere Firma in das System hinein, sind gleichzeitig fit für die Entwicklung und Einführung weiterer Prozesse und damit optimal gerüstet für künftige Anforderungen.“

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