Thermoplastische Elastomere

Katja Preydel,

Evonik feiert 40 Jahre PEBA

Im Jahr 1979 hat Evonik von seinem weltweit größten Produktionsstandort aus im Chemiepark Marl das thermoplastische Elastomer Polyetherblockamid (PEBA) unter dem Markennamen Vestamid E auf den Markt gebracht.

Klaus Hülsmann, Kunststoffexperte im Marksegment Consumer Goods bei Evonik © Evonik

Sportartikel, Druckleitungen in LKWs, medizinisches Zubehör oder 3D gedruckte High-Tech-Elemente: Die Polyamid 12-Elastomere des Unternehmens haben über vier Jahrzehnte immer wieder den Weg in neue anspruchsvolle Anwendungen gefunden. Damals wie heute überzeugte der Hochleistungskunststoff durch Kälteschlagzähigkeit, Chemikalienbeständigkeit, hohe Elastizität und gutes Rückstellverhalten. Es ließ sich leicht verarbeiten, einfärben oder überspritzen. Der thermoplastische Werkstoff bot von Anfang an eine einzigartige Balance der Eigenschaften, die eine designfreie Realisierung von anspruchsvollen Anwendungen ermöglichte.

Schnell wurden die PA 12-Elastomer-Formmassen von Evonik als das Material der Wahl etwa für Sportschuhsohlen, Ski- Touren- und Bergschuhe oder später als dekorative Schutzfolien für Skier und Snowboards erkannt.

Ski-oder Bergschuhe aus PEBA sind bis heute leicht, wasserdicht und verschleißfest. In der Kälte behalten sie gute Flexibilität. Aufgrund der ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften kann man das Hochleistungsmaterial bei der Bestimmung der Wanddicke der Schuhe effizient einsetzen, wodurch sich die Herstellungskosten optimieren lassen.

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Flexible Kunststoffe, die zudem hohen Qualitätsstandards entsprechen, werden heute auch im Medizintechnikbereich eingesetzt. Experten von Evonik haben im Laufe der Jahre flexible Polyamid 12-Elastomere mit einer breiten Auswahl an Härtegraden für die Anwendung in der Medizintechnik entwickelt und optimiert und unter dem Produktnamen Vestamid Care ME erfolgreich auf den Markt gebracht.

Evonik hat als weltweit erstes Unternehmen ein flexibles Kunststoffmaterial auf Basis von PEBA (Polyetherblockamid) zum Einsatz im 3D-Druck entwickelt. © Evonik

PEBA-Pulver für 3D-Druck

Seit über 20 Jahren beschäftigt sich das Spezialchemieunternehmen mit additiven Fertigungstechnologien und ist heute weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung von maßgeschneiderten Kunststoffpulvern für unterschiedliche 3D-Druck Technologien. Evonik hat ein weltweit erstes flexibles Kunststoffmaterial auf Basis von Polyetherblockamid zum Einsatz im 3D-Druck entwickelt. Das neue Hochleistungspulver überzeugt durch hohe Elastizität und Festigkeit und kann in unterschiedlichen pulverbasierten 3D-Druck Technologien eingesetzt werden.

Seit 40 Jahren werden maßgeschneiderte Polyamid 12-Elastomere für anspruchsvolle Anwendungen entwickelt. Das Produkt erfindet sich immer wieder neu, sei es über neue Lieferformen, sei es über einen Quereinstieg in neue Märkte – sogar ein Intermezzo Mitte der 80er Jahre für geräuscharme Zahnräder für Kassettenrekorder. PEBA ist ein Wandlungskünstler unter den thermoplastischen Werkstoffen. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in Polymer-Design und unzähligen erfolgreichen Kundenprojekten forschen die Experten von Evonik weiter, um die Eigenschaftenkombination des flexiblen Hochleistungskunststoffs stets zu erweitern.

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