Fachthema Energiewirtschaftliche Aspekte in der Produktion

Zum Master neben dem Job

In einem berufsbegleitenden Studium bietet die Fachhochschule Schmalkalden die Möglichkeit, "Angewandte Kunststofftechnik" mit dem Ziel Masterabschluss (Master of Engineering) zu erreichen. Soeben absolvierte der aktuelle Studiengang die letzte Präsenzveranstaltung des laufenden Semesters.

Nun ist das dritte Semester fast geschafft: Im September 2013 reisten die 14 Studierenden des ersten Jahrgangs des Fernstudiums "Angewandte Kunststofftechnik" zu ihrer letzten mehrtägigen Präsenzveranstaltung in diesem Semester an die Hochschule nach Schmalkalden. Sie stand unter dem Thema "Energiewirtschaftliche Aspekte in der Produktion". Referent der dreitägigen Wochenendveranstaltung war Steffen Zagermann, Projektingenieur bei der Gelsenwasser AG - einem international operierenden Dienstleister für Wasser, Abwasser und Energie - sowie Geschäftsführer bei den Stadtwerken Terea Cheb GmbH.

Im Fokus der Veranstaltung stand der rationelle Umgang mit Energien und Ressourcen in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Die Teilnehmer beschäftigten sich zunächst mit den thermophysikalischen Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhängen innerhalb energetischer Prozesse. Darauf aufbauend lernten sie, verschiedene Prozesse der kunststoffverarbeitenden Industrie wie Trocknen, Formen, Heizen, Kühlen und Tempern aus energetischer Sicht technisch und wirtschaftlich zu bewerten, zu berechnen und zu optimieren. Zum weiteren Verständnis verdeutlichte Steffen Zagermann den Lehrstoff anhand von praktischen Aufgaben - speziell für die Anwendung in der Kunststoffindustrie. Neben den thermophysikalischen Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhängen standen die Anlagenkomponenten der Versorgungstechnik im Fokus der Vorlesung. Einer Analyse von Energieflüssen und Energieträgern folgte die detaillierte Betrachtung von Wärme- und Heizquellen, Kälteanlagen und Wärmepumpen sowie die Erörterung der Themen Wärmerückgewinnung, Wärmespeicherung, Trocknungstechnik und der Theorie feuchter Luft. Ein Exkurs in den Bereich der erneuerbaren Energien und der Energiewende rundeten die Präsenzveranstaltung ab.

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Neben dem Studienmodul "Energiewirtschaftliche Aspekte in der Produktion" behandelt das fünfsemestrige Fernstudium an der FH Schmalkalden zwölf weitere Themengebiete und bringt damit berufstätige Ingenieure aus der kunststoffverarbeitenden Industrie auf den aktuellen technischen Stand. Dabei werden alle wichtigen Bereiche der Kunststofftechnik - von der Kunststofferzeugung über die Kunststoffverarbeitung bis zum Maschinenbau -abgedeckt. Darüber hinaus vermittelt das Studium auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen sowie Kompetenzen zur erfolgreichen Bewältigung von Führungsaufgaben, die zur Stärkung der erreichten Position oder zum Aufstieg in eine Führungsposition notwendig sind. Voraussetzung für die Teilnahme am Masterstudium "Angewandte Kunststofftechnik (M.Eng.)" sind ein erster Hochschulabschluss und einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr.

Wer nicht über einen ersten Hochschulabschluss verfügt und sich gerne im Bereich der Kunststofftechnik weiterbilden möchte, hat an der Fachhochschule Schmalkalden die Möglichkeit das zweisemestrige Zertifikatsstudium "Produktionsmanager/in (FH) für Kunststofftechnik" zu absolvieren. Das Studium vermittelt neben aktuellem technischem Wissen im Kunststoffbereich auch betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Projekt- und Qualitätsmanagement und schließt mit einem Hochschulzertifikat ab. Für die Zulassung zum Zertifikatsstudium wird mindestens ein Realschulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf sowie vier Jahre Berufspraxis im Bereich der Kunststofftechnik oder einem verwandten Bereich benötigt.

Beide Weiterbildungsangebote sind mit Selbststudien- und Präsenzphasen so konzipiert, dass sich Studium und Beruf vereinbaren lassen. Kleine Jahrgangsgruppen und eine individuelle Betreuung der Studierenden sorgen laut Hochschule für fachlich und organisatorisch gute Studienbedingungen.

Nähere Informationen zu den beiden Studienangeboten erhalten Sie bei Frau Köhler, telefonisch unter +49 (0) 3683 688 1740, per E-Mail an a.koehler@fh-sm.de

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