Forschung zum Leichtbau

SKZ mit neuem Technikum für Composite-Technologie

Am 16. Dezember 2015 eröffnete das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) ein neues Faserverbund-Technikum am Standort Halle (Saale). Die Faserverbundtechnologien, wie Infusions- und Injektionstechnik, Autoklav- und Pressverfahren sind nun mit dem zugehörigen Maschinenpark in einem Technikum konzentriert.

Von links: Geschäftsführer Peter Heidemeyer, Standortleiter Thoralf Krause und Institutsdirektor Martin Bastian eröffneten das neue Faserverbund-Technikum am SKZ-Standort Halle. (Bild: SKZ)

Das Angebot verdoppelt nach Institutsangaben die Zahl der Aus- und Weiterbildungsarbeitsplätze. Für die Ausbildung, beispielsweise zum zertifizierten Laminierer oder zum Klebpraktiker, können nun die Lehrgänge auch in parallelen Veranstaltungen stattfinden. Gleichzeitig wurde ein separater Bereich für wissenschaftliche Arbeiten und praxisnahe Industrieforschung der Forschungsgruppen „Composite“ und „Advanced Materials“ geschaffen. Damit unterstreiche man den Anspruch, nachhaltigen Wissenstransfer von der Forschung zur Weiterbildung für die Kunststoffindustrie zu bieten und dem anhaltenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Der Standort Halle blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Bereits 1939 entstand dort eine „Einrichtung der Kunststoffschweißerei“ innerhalb der mitteldeutschen Schweißlehr- und Versuchsanstalt (MSLV) und später dem Zentralinstitut für Schweißtechnik (ZIS) der DDR. 1990 ging der Kunststoffbereich in das SKZ über. Neben der Fortführung der Kernkompetenz des Fügens von Kunststoffen wurden alle Aktivitäten des SKZ im Bereich der Composite-Technologie in Halle konzentriert. Die Errichtung des neuen Faserverbund-Technikums sei ein Meilenstein für die Ausweitung der Aktivitäten im mitteldeutschen Raum. Das SKZ werde die Rolle als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region mit rund 3000 Kursteilnehmern jährlich aus vielen Ländern, die unter anderem etwa 15.000 Übernachtungen generieren, künftig ausbauen.

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