Forum Additive Lohnfertigung zur Rapidtech

3D-Druck – wann ist er sinnvoll?

Die Investition in einen 3D-Drucker allein verspricht noch keine Effizienzsteigerung, erst Know-how auf vielen Abschnitten der Prozesskette bis hin zu rechtlichen Fragen verspricht das Schöpfen wirtschaftlicher Vorteile. Zu vielen Aspekten könnten Ausstellung und Tagung der Rapidtech und Fabcon 3D Antworten geben.

Innovative Ideen rund um den 3D-Druck werden während der Rapidtech auch in Wettbewerben ausgezeichnet. (Bilder: Messe Erfurt / Christian Seeling)

Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert für das Additive Manufacturing (AM) einen Umsatzanstieg von 7,3 Milliarden Dollar im Jahr 2016 auf 35,4 Milliarden Dollar bis 2020. Die Analysten für technologische Trends und Potenziale stützen ihre Vorhersage nicht zuletzt auf die rasante Entwicklung des Reifegrads additiver Technologien. Von diesem positiven Impuls für eine effiziente und nachhaltige Produktion ist auch Eric Klemp überzeugt. Der Geschäftsführer der Voestalpine Additive Manufacturing Center verweist jedoch ebenso darauf, AM nicht als Allheilmittel zu betrachten: „Es reicht nicht, eine Maschine zu haben, um ein erfolgreicher Auftragsfertiger zu werden. Vielmehr müssen wir die Anforderungen des Kunden an den Anfang stellen und ihn beraten, wann es lohnt, Bauteile additiv zu fertigen und wann nicht.“

Die Bedingungen für eine erfolgreiche Nutzung von 3D-Druck Technologien in der industriellen Praxis aufzuzeigen und auch kritisch zu hinterfragen, steht im Mittelpunkt des Forums Additive Lohnfertigung am 5. Juni 2018 zur Rapidtech und Fabcon 3.D in Erfurt. Eric Klemp hat für das Forum die inhaltliche Ausrichtung übernommen. „Ein Produkt wird nicht allein durch den Wechsel des Fertigungsverfahrens günstiger. Vielmehr müssen alle Schritte in der Prozesskette von der Konstruktion bis zur Finalisierung betrachtet werden, um additive Fertigung wirtschaftlich zu gestalten. Was dabei zu beachten ist, erläutern Praktiker zum Forum aus verschiedenen Blickwinkeln“, so Eric Klemp.

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In einem außerordentlich vielfältigen Tagungsprogramm diskutieren vor allem Praktiker Themen des 3D-Drucks. (Bild: Messe Erfurt / Christian Seeling)

Die Referenten kommen aus 3D-Druck-erfahrenen deutschen und schweizerischen Unternehmen wie Kegelmann Technik, Rolf Lenk Werkzeug- und Maschinenbau, MBFZ Toolcraft, Inspire, Prostep, Protiq, Trinckle und Dyemansion. Sie wollen konkrete Faktoren vorstellen, die die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der additiven Fertigung positiv beeinflussen. Die Experten zeigen Tücken des AM-Einsatzes in der industriellen Fertigung auf und erläutern, weshalb die vorausschauende intensive Klärung der Anforderungen, der Wünsche der Kunden und auch neuer Merkmale der zu fertigenden Teile oder Werkzeuge die Schlüssel zum Erfolg sind. Ein Vortrag befasst sich explizit mit dem Wissen, das Produktentwickler in punkto AM benötigen. Die bedarfsgerechte Online-Konfiguration von AM-Teilen am Beispiel elektrisch hochleitfähiger Induktoren, automatisierte Lösungen für eine qualitätsgerechte Nachbearbeitung 3D-gedruckter Produkte sowie Fragen zu Urheberrecht, Lizensierung, Produktlebenszyklusmanagement, Datenversorgung und Plagiatschutz in der additiven Lieferkette sind weitere Themen.

Das Forum Additive Lohnfertigung ist Teil der Internationalen Messe und Konferenz für additive Technologien Rapidtech und Fabcon. Die Veranstaltung feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum. Sie findet seit 2004 in Erfurt statt und ist damit einer der internationalen Vorreiter für die 3D-Druck-Technologien. Zum umfangreichen Programm der Kongressmesse gehören die Anwendertagung und das Forum AM Science, die jeweils am 6. und 7. Juni durchgeführt werden. Neu auf der Agenda steht an beiden Tagen das Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik. Ebenfalls erstmals im Programm ist das Forum Recht am 5. Juni. An diesem Tag finden außerdem die Foren Konstruktion, Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau sowie Automobilindustrie statt. Am 6. Juni laden das Forum 3D gedruckte Elektronik und Funktionalität sowie 3D Metal Printing und am 7. Juni das Forum Luftfahrt ein und runden das Kongressprogramm der drei Messetage ab.

Die 3D-Druck-Community trifft sich erneut an allen drei Tagen zur 3D Printing Conference. Neben Trendthemen und technischen Innovationen präsentieren die Referenten auch Einblicke hinter die Kulissen ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie von ausgerichteten Wettbewerben. Die Themenauswahl erstreckt sich von der Start-Up-Finanzierung über Digital Fabrication bis zu Bildungsthemen. Beim Start-Up-Award werden wieder die innovativsten Gründer und bei der 3D Pioneers Challenge die besten Designideen gesucht.


Die Messe Rapidtech
Messe und Anwendertagung Rapidtech sowie die begleitende Fabcon3D werden vom 5. bis 7. Juni 2018 auf dem Messegelände Erfurt stattfinden. Mehr als 200 Aussteller hat der Veranstalter angekündigt, die aktuelle Entwicklungen, Produkte und Leistungen rund um das Additive Manufacturing vorstellen. Während der Veranstaltung 2017 wurden 4800 Besucher (2016: 4500) und 207 Aussteller (2016: 176) aus 13 Ländern gezählt.

Weitere Informationen unter /www.rapidtech-fabcon.de

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