Freihandelsabkommen EU-USA

Chancen für den internationalen Kunststoffmaschinenbau

Die Verbände Euromap (Europäischer Kunststoffmaschinenbau) und SPI (US-Kunststoffindustrie) unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Freihandel der Kunststoffmaschinenindustrie. "Das TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) ist für unseren Industriezweig ein Meilenstein der Zusammenarbeit und wir rechnen mit einem starken Impuls für unsere Geschäftsbeziehungen", erklärt Bill Carteaux, Präsident von SPI. Bereits heute liege der Weltmarktanteil europäischer und amerikanischer Kunststoffmaschinen bei etwa 50 Prozent und entspreche 15 Milliarden Euro Volumen.

William R. Carteaux und Thorsten Kühmann unterzeichnen die Absichtserklärung zum Freihandel der Kunststoffmaschinenindustrie.

Ein zentraler Punkt des Freihandels ist der vollständige Abbau von Zöllen, was sich unmittelbar absatzfördernd für Maschinenexporte auswirken werde. Viele der derzeit geäußerten Bedenken stehen laut der Protagonisten in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten, die ein Abkommen bietet. Zehntausende Arbeitsplätze könnten demnach in Europa und den USA im Maschinenbau geschaffen werden. "TTIP ist eine Chance, keine Gefahr", sagt Thorsten Kühmann, Generalsekretär von Euromap.

Beide Seiten streben die Vereinheitlichung von Sicherheitsstandards an und haben bereits internationale (ISO) Arbeitsgruppen etabliert. Die Arbeitssicherheit werde so verbessert und Maschinenlieferungen vereinfacht.

Beide Spitzenverbände fordern die politischen Vertreter von EU und den USA auf, in den Gesprächen die Interessen des vor allem mittelständisch geprägten Maschinenbaus stärker zu beachten. Dessen Bedürfnisse wurden bisher kaum berücksichtigt, obwohl mit 13 Prozent aller EU-Exporte in die USA der Maschinenbau mehr liefere als die Automobilindustrie.

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