Neue Rotationspresse

Katja Preydel,

Für gleichbleibende Produktionsbedingungen

KraussMaffei bringt eine komplette Neuentwicklung seiner Rotationspresse Auma auf den Markt. Die kontinuierliche Vulkanisation von Kautschukbahnen ist hier eine der bekanntesten Anwendungen, aber längst nicht die einzige.

Die Rotationspresse Auma garantiert gleichbleibende Produktionsbedingungen: Temperatur, Druck und Verweilzeit © KraussMaffei

Verbundstoffe aus Kunststoff und Textil für Dachbahnen oder Fußbodenbeläge herzustellen ist genauso möglich wie das Verschweißen, Prägen oder Laminieren von Kunststofffolien. Das Arbeitsprinzip der kontinuierlich arbeitenden Rotationspresse ist für vielfältige Anwendungen ideal.

Als Hauptvorteile ihrer Arbeitsweise gegenüber der einer diskontinuierlich arbeitenden Plattenpresse nennt der Maschinenbauer die gleichbleibenden Produktionsbedingungen. Temperatur, Druck und Verweilzeit in der Auma seien garantiert konstant und so komme es weder zu Qualitätsschwankungen des Produktes noch zu Unebenheiten oder unerwünschten Übergangsstellen.

Gesteigerte Produktivität

Stabiler Betrieb, lange Serviceintervalle, reduzierte Stillstandzeiten und kostengünstige Ersatzteile sind die Kundenvorteile der neuen Auma © KraussMaffei

Mit der neuen Baureihe der Auma, die aus vier Modellen mit Trommeldurchmessern von 60, 100, 150 und 200 cm besteht, bringt das Unternehmen eine modularisierte Maschinenlösung auf den Markt. Für höchste Produktivität und Effizienz entwickelt, sollen die Rotationspressen durch ihre Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit überzeugen. Grundsätzlich sei jedes der vier Maschinenmodelle in drei Arbeitsbreiten zwischen 1,3 und 2,5 m sowie mit zwei Bandausführungen erhältlich. Speziell für sehr druckempfindliche Materialbahnen oder sehr dünne Materialien bietet KraussMaffei seinen Kunden ein gummiertes Stahlbandgeflecht an, ansonsten kommt ein Stahlband zum Einsatz.

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Der Temperaturbereich, in dem jede Auma arbeitet, liegt zwischen 80 und 220 °C. Die neue Baureihe kann in einer Sonderausführung für Prozesstemperaturen von bis zu 340 °C erweitert werden. Eine optimierte Temperaturverteilung über die Breite der Heizwalze sowie eine optionale Temperaturkontrolle sorgen für maximale Genauigkeit und Konstanz im Produktionsprozess bei einer gleichzeitigen Reduktion des Gesamtenergiebedarfs. Ein weiterer Pluspunkt bei den Baugrößen 60 und 100 cm ist die Erhöhung der Prozessdrücke auf 10 bar. Die beiden größeren Maschinen arbeiten weiterhin mit einem Druck von 8 und 6 bar.

Wartung leicht gemacht

Janina Roesch, Application Owner Flat & Foam Products bei KraussMaffei, erläutert, warum die Technologie so einfach zu warten ist: „Die Kernkomponenten der Auma sind eine Heiztrommel, drei Umlenkwalzen sowie ein Druckband. Letzteres umschlingt die Heiztrommel auf dem größten Teil ihres Umfangs und presst – während es unter einer hohen Zugspannung steht – das zu vulkanisierende, zu verschweißende oder zu verpressende Material gegen die Heiztrommel. Dank der einfachen Zugänglichkeit von Heiztrommel und Umlenkwalzen ist der Tausch eines ermüdeten Bandes völlig unkompliziert und in kurzer Zeit durchführbar. Stabiler Betrieb, lange Serviceintervalle, reduzierte Stillstandzeiten und kostengünstige Ersatzteile sorgen für eine hohe Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus“, so Roesch weiter.

Dank der Software, die wahlweise in einer Basic- oder Advanced-Version für die Auma erhältlich ist, sei sowohl die Datenaufzeichnung als auch das Qualitätsmanagement sowie die Anbindung an Schnittstellen von Up- und Downstream-Equipment eine Selbstverständlichkeit.

„Wir freuen uns, mit der kompletten Auma-Baureihe unseren Kunden die etablierte, bestens erprobte Maschinentechnologie in einem modernen Design mit vielen Vorteilen bieten zu können“, unterstreicht Roesch. „Unser kleinstes Modell mit einem Heiztrommel-Durchmesser von 60 cm ist ideal für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben geeignet und steht bei uns im Technikum für Kundenversuche zur Verfügung“, freut sich Roesch.

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