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Gemischte Bilanz für Borealis in Q2 2013

Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender Borealis

Borealis verzeichnete im zweiten Quartal 2013 nach eigenen Angaben 83 Millionen Euro Nettogewinn, im vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 112 Millionen Euro. Der Nettogewinn im ersten Halbjahr 2013 betrug 144 Millionen Euro (252 Millionen Euro im Vorjahr).

Der höhere Gewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten sei auf die weiterhin guten Ergebnisse im Pflanzennährstoff- und Basischemikaliengeschäft zurückzuführen, sowie auf die Verbesserung der Borouge Ergebnisse nach dem Abschluss des Turnaround im ersten Quartal. Der niedrigere Gewinn im Jahresvergleich resultierten großteils aus dem rückläufigen Polyolefinmarkt in Europa.

Die Nettoverschuldung stieg im zweiten Quartal 2013 aufgrund der Übernahme von GPN SA und des Mehrheitsanteils an Rosier SA von Total an. Mit 50 Prozent Verschuldungsquote (Nettoverschuldung/Eigenkapital) zum Ende des zweiten Quartals sei das Unternehmen finanziell jedoch weiterhin stark.

Nach Abschluss des Turnarounds erzielten die wieder in Betrieb genommenen Anlagen an Borouges Polyolefinstandort in Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate, im zweiten Quartal bessere Ergebnisse. Der Ethan-Cracker erreichte demnach eine Rekordproduktion. Die Bautätigkeit im Rahmen des Borouge 3-Expansionsprojekts, das 2014 in Betrieb genommen werden soll, verlaufe planmäßig.

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Die neue Sirius-Katalysatoranlage in Linz, Österreich, wurde im Juni eingeweiht. Die Anlage produziert spezielle Polyolefinkatalysatoren unter Verwendung der unternehmenseigenen Katalysatortechnologie, die eine noch bessere Produktion maßgeschneiderter Polymere ermöglichen soll. Zudem kündigte Borealis im Juni eine 65 Millionen Euro Investition für den Produktionsstandort in Porvoo, Finnland, an. Die PE2-Anlage werde auf die dritte Borstar-Generation aufgerüstet.

Im Juli kündigte Borealis die Schließung seiner HDPE-Anlage in Burghausen, Deutschland, zum Ende 2014 an. Sie basierte auf nicht-proprietärer Technologie und sei wirtschaftlich nicht mehr attraktiv. Zahlreiche Produkte und Kunden des Standorts werden Borstar-Anlagen im Unternehmen übernommen.

 "Wir erwarten für die nächste Zeit keine wesentliche Verbesserung am europäischen Polyolefinmarkt", stellt Mark Garrett, Borealis Vorstandsvorsitzender, klar. "Wir müssen unsere Position in Europa weiterhin stärken, indem wir die nötigen Entscheidungen fällen, zum Beispiel die Schließung unserer HDPE-Anlage in Burghausen mit Ende 2014. Wir werden weiterhin daran arbeiten, unser europäisches Polyolefingeschäft und unsere Anlagen zu optimieren, um unsere Ertragskraft zu stärken und auch auf volatilen Märkten zu wachsen. Gleichzeitig werden wir unser Pflanzennährstoffgeschäft weiter ausdehnen, wodurch wir unser Geschäftsportfolio stärker diversifizieren. Und wir werden auch in Zukunft das Wachstum und die Weiterentwicklung von Borouge unterstützen."

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