Laute Kritik an Stromumlage

GKV: Weiter steigende EEG-Umlage belastet den Mittelstand

Auf Dauer nicht tragbar – das ist das Fazit mittelständischer Industrieverbände zum prognostizierten Anstieg der EEG-Umlage. Sie beklagen besonders fehlende Planungssicherheit und erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb. Die langfristig garantierten Zuschüsse an die Anlagenbetreiber Erneuerbarer Energien mache den Strom in Deutschland so teuer, dass er zum Killerfaktor im internationalen Wettbewerb werde.

Es sei absehbar, dass die EEG-Umlage durch den weiterhin geförderten Ausbau der Erneuerbaren Energien selbst bei stabilen Preisen an der Strombörse weiter steigen wird. Rund 95 Prozent der deutschen Industrieunternehmen seien nicht durch die Besondere Ausgleichsregelung entlastet und zahlen die volle EEG-Umlage. Bei ihnen mache die Umlage mehr als ein Drittel der gesamten Stromkosten aus. Da Unternehmen aus anderen Ländern diese Umlage nicht zahlen müssen und damit günstiger produzieren können, sinke die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Wegen der auch in Zukunft unsicheren Strompreisentwicklung investieren nach verbandsangaben manche Unternehmen später oder weniger als ursprünglich geplant.

Die mittelständisch geprägten Industrieverbände fordern deswegen ein neues Finanzierungskonzept für die Förderung Erneuerbarer Energien: Sie soll künftig nicht mehr auf den Strompreis aufgeschlagen, sondern aus Haushaltsmitteln finanziert werden. Die Verbände nach eigenem Bekunden branchenübergreifend mehr als 10.000 deutsche Unternehmen mit mehr als einer Million Mitarbeitenden und etwa 200 Milliarden Euro Jahresumsatz. Dazu gehören:

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– Bundesverband der Deutschen Gießerei- Industrie BDG
– Bundesverband Keramische Industrie
– Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie
– Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie
– Verband der Kali- und Salzindustrie
– WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung

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