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GKV kann Diskussion um Kunststoff-Tragetaschen nicht nachvollziehen

GKV kann Diskussion um Kunststoff-Tragetaschen nicht nachvollziehen

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) reagiert mit Unverständnis auf die aktuelle Kritik an Tragetaschen aus Kunststoff. Im Kern geht es um die in Verbindung mit der Diskussion um die Meeresverschmutzung durch Abfälle. Die vom Präsidenten des Umweltbundesamtes Flasbarth und der Partei Bündnis 90 / Die Grünen vorgebrachten Argumente gegen die Tragetasche aus Kunststoff sind aus Sicht des GKV weder nachvollziehbar noch sachgerecht.

"Eine Vielzahl von Beiträgen im Rahmen der Konferenz der Europäischen Kommission, des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes zur Verschmutzung der Meere mit Abfällen in dieser Woche haben verdeutlicht, dass sich die Zusammensetzung der Abfälle in den verschiedenen Meeren erheblich unterscheidet. Nichts deutet darauf hin, dass in Deutschland substantielle Anteile des Abfalleintrags auf die Verwendung von Tragetaschen aus Kunststoff zurückzuführen sind", erklärte GKV-Geschäftsführer Dr. Oliver Möllenstädt. Herr Flasbarth gefährde mit symbolhaften Einlassungen die begonnene sachbezogene und konstruktive Debatte über die Verminderung des Abfalleintrags in die Meere,

Deutschland verfüge über ein im internationalen Vergleich hervorragend funktionierendes Sammel- und Verwertungssystem. Die Tragetasche aus Kunststoff sei gut rezyklierbar und substituiere teilweise Beutel in anderen Anwendungen, etwa Abfallbeutel. Dem Vorschlag von Bündnis 90 / Die Grünen, mit Erträgen aus einer Abgabe auf Kunststofftragetaschen Weiterentwicklungen bei bioabbaubarern Kunststoffe zu finanzieren, steht der GKV skeptisch gegenüber. "Nichts deutet darauf hin, dass ein Mangel an Fördermitteln des Staates der Weiterentwicklung bioabbaubarer Kunststoffe durch die Unternehmen im Wege steht. Vielmehr müssen neue Werkstoffe im Wettbewerb bestehen", so Möllenstädt.

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