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GKV liefert Daten zur Ausbildung zur Chefsache machen

Der Fachkräftemangel wird in der deutschern Industrie zum echten Problem, auch in der Kunststoffbranche. Deutlich zeigt sich dies in der Ausbildungsbilanz des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV). Demnach wurden 2011 noch etwa 2700 Ausbildungsverträge zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik unterzeichnet, im vergangenen Jahr brach die Zahl der neu vergebenen Ausbildungsplätze um mehr als 14 Prozent auf etwa 2300 ein.

Immer seltener können die Unternehmen offene Ausbildungsstellen in diesem Berufsbild besetzen, weil es an qualifizierten Bewerbern mangelt. Viele ausgeschriebene Stellen blieben daher laut Aussage des GKV-Ausschusses Bildungspolitik und Berufsbildung unbesetzt. Zwei Ursachen seine ausschlaggebend für diese Entwicklung: Zum einen sinke die Zahl der Schulabgänger bedingt durch den demografischen Wandel. Zum anderen sei der Ausbildungsgang zu unbekannt, so dass Ausbildungssuchende oft einen bekannteren Beruf vorziehen.

Der Fachkräftemangel wird in der deutschern Industrie zum echten Problem, deutlich zeigt sich dies auch in der Ausbildungsbilanz des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV).

Der GKV und seine Trägerverbände fordern die Unternehmen angesichts dieser alarmierenden Entwicklung und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels dazu auf, Ausbildung zur Chefsache zu machen "Unsere Industrie muss jetzt handeln und sich aktiv für die Nachwuchsgewinnung einsetzen. Schon in wenigen Jahren geht ein Großteil der Belegschaft in Rente, doch es mangelt uns an Nachwuchs. Dies könnte die Kunststoff verarbeitende Industrie in ihrem Wachstum stark einbremsen", mahnt Ralf Olsen, Pro-K Geschäftsführer und im GKV zuständig für den Bereich Bildungspolitik und Berufsbildung. Ziel solle es sein, so Olsen, Auszubildenden von morgen effektiv und nachhaltig die Perspektiven eines Berufs in der Kunststoff verarbeitenden Industrie zu verdeutlichen. "Denn letztendlich sind die fehlenden Auszubildenden von heute die benötigten Fachkräfte von morgen."

Der GKV hat bereits im Sommer des vergangenen Jahres eine Ausbildungskampagne gestartet, die dem Verfahrensmechaniker zu einem höheren Bekanntheitsgrad verhelfen soll. "Vor allem unsere Informationsmaterialien und der Internetauftritt unter www.gkv.de/ausbildung stößt bei unseren Mitgliedsunternehmen auf eine sehr positive Resonanz. Doch unseres Erachtens ist dies erst der Anfang. Es gibt noch viel zu tun", so Ralf Olsen.

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