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Größer denn je am Bodensee

Das globale Angebot der Kunststofftechnik in Bestform - zur 21. Fakuma haben sich mehr als 1500 Aussteller angemeldet, davon rund ein Drittel internatonale aus 34 Ländern.

High-tech vor grandioser Kulisse: Das Messegelände Friedrichshafen bietet mit modernen Ausstellungsflächen und dem angrenzenden Flughafen nicht nur gute Voraussetzungen zur Präsentation neuester Technologie - die Umgebung einschließlich der nahen Schweiz bietet sich auch für ein paar Urlaubstage an.

Gewichtsreduzierung, Leichtbau, Materialeinsparung, Ressourcenschonung, Produktions- und Material- sowie Energieeffizienz, Werkstoff-Alternativen - auf diese aktuellen und erst recht künftig an Bedeutung gewinnende Fragen wollen die Unternehmen der Kunststofftechnik die passenden Antworten geben. Nicht zuletzt während der letzten großen Veranstaltung der Branche in diesem Jahr, der Fakuma in Friedrichshafen.

Offenbar haben die Unternehmen in diesem Jahr besonders viel zu sagen, die Messehallen sind laut Projektleiterin Annemarie Lipp ausgebucht. 1564 Aussteller, davon exakt 1056 aus Deutschland (Stand: Anfang August 2011) haben sich bereits angemeldet. Und damit sei voraussichtlich das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Denn vor allem aus dem fernen Ausland (Asien, Amerika) und aus der Türkei gebe es eine starke Nachfrage. Zwar seien alle Messehallen in der modernen Messe Friedrichshafen komplett belegt. Jedoch hat man in den Foyers West und Ost noch kleine Reserveflächen ausgewiesen, um neuen Ausstellern sprich: innovativen Unternehmen die Chance zu geben, sich während der Fakuma zu präsentieren.

Die guten Aussichten für die Veranstaltung resultieren sicher auch aus dem rasanten Aufschwung der gesamten Branche. Sie hatte in der Krise und in der Folgezeit offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht und konnte somit bereits ab Anfang 2010 schnell zu alter Stärke wachsen. Gerade in Zeiten, in denen Leichtbau und effizienter Umgang mit den Ressourcen im Mittelpunkt stehen, können die Maschinen- und Werkstoffhersteller sowie die Verarbeiter mit international wettbewerbsfähigen oder sogar vorbildlichen Lösungen punkten.

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Geschlossene Prozesskette Kunststofftechnik

Da es aber auch im Messegeschehen nicht die pure Masse allein den Erfolg bestimmt, wurde ein weiteres Mal an neuen Themen und Veranstaltungen gefeilt. So wird in diesem Jahr erstmals der Themenpark "Kunststoffe in der Medizintechnik" ausgewiesen. Hier stellen im Eingangsbereich West auf über 500 Quadratmetern Spezialisten ihre Technologien, Verfahren und Lösungen für die wirtschaftliche Produktion medizintechnischer Produkte vor.

"Im Verbund mit dem breiten jedoch klar fokussierten Produkt- und Leistungsportfolio", so der Veranstalter, ergeben sich schließlich mehrere weitere oder neue Lösungsansätze zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen der Kunststoffbe- und -verarbeitung. Die Messe konzentriere sich bewusst auf die Kunststoffverarbeitung und bilde dazu das Weltangebot in Hard- und Software sowie Dienstleistungen ab. Das reicht vom Produktdesign bis zum effizienten Recycling von Kunststoffen und Kunststoffprodukten.

Schneller zu den Innovationen

Letzteres Thema gewinnt auch innerhalb der Fakuma an Bedeutung, zumal die Kunststoffverwerter ihre Kapazitäten ausbauen, weil die knapper werdenden Ressourcen am Ende zu einer noch höheren Recyclingquote und zu einer noch intensiveren Verwertung von Altmaterialien, Abfällen und Produktionsrückständen führen werden.

Das alles zu sehen und im besten Fall zu "begreifen", muss man allerdings erst einmal das Messegelände erreichen. Seit Eröffnung der neuen Messe in Friedrichshafen wurde allerdings - so die Meinung gestandener Messeteilnehmer - mehr über die Optimierung der Verkehrsanbindung diskutiert als daran gebaut. Dementsprechend schwierig gestaltete sich typischerweise die morgendliche Anfahrt für die regelmäßig einige Zeitreserven einzuplanen waren. Mitte 2009 endlich wurde der Ausbau der Messestraße in Angriff genommen, seit Mitte 2010 fließt der Verkehr auf einer vierspurigen Straße. Zudem erhielt der Kreisel bei der Messe einen weiteren Bypass in Richtung Stadt. Dadurch entstanden auf dem Parkstreifen zusätzliche 130 Parkplätze. Damit sollte die Fahrt zu und von der Messe in diesem Jahr deutlich entspannter und flotter möglich sein. Nun hoffen die Messebetreiber darauf, dass auch die Mittel für den Bau der B31 bereitgestellt werden, um Optimierungen im weiteren Umfeld zu erreichen.

Internationale Kooperationsbörse während der Fakuma

Am 20. Oktober 2011 findet die zweite internationale Kooperationsbörse auf dem Messegelände statt. Sie soll das Anbahnen von Geschäftskontakten auf interregionaler und internationaler Ebene fördern und als Treffpunkt von Unernehmensvertretern aus ganz Europa dienen.

Die Kooperationsbörse richtet sich laut Veranstalter vor allem an Unternehmen aus den Branchen:

- Maschinen - Maschinen und Ausrüstung zum Aufbereiten, Recycling, Extruder und Extrusionsanlagen, Spritzgießmaschinen, Blasformmaschinen, Pressen, Bearbeitungs- und Folgemaschinen, Schweißmaschinen, Werkzeuge, Bauteile, Peripheriegeräte, Geräte zum Messen, Steuern, Regeln und Prüfen, etc.

- Fertigteile und Halbzeuge - Halbzeuge, Technische Teile und verstärkte Kunststoff-Erzeugnisse

- Roh- und Hilfsstoffe - Rohstoffe, Compounds, Hilfsstoffe, Additive, Färbemittel

Bei der Kooperationsbörse werden in individuellen 30-minütigen Gesprächen alle denkbaren Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet. Dies ist eine zeit- und kostensparende Gelegenheit, um an diesem Tag viele potenzielle Geschäftspartner zu treffen. Die Kooperationsbörse bietet mit der Online-Plattform den Besuchern und Ausstellern bereits im Vorfeld die Möglichkeit, Geschäftstreffen mit anderen Unternehmen zu vereinbaren, die in einem umfassenden Online-Katalog anhand der Beschreibung des jeweiligen Unternehmens ausgewählt werden können.

Die Teilnahme kostet überschaubare 75 Euro pro Unternehmen. Darin sind enthalten:

- Eintrag des Kooperationsprofils in das elektronische System

- Erstellen des elektronischen Teilnehmerkatalogs

- Vermittlung von Geschäftskontakten

- Erstellen eines individuellen Terminplans mit je 30¬minütigen Gesprächen

- Speisen und Getränke während der Veranstaltung

- Betreuung und Unterstützung vor und während der Veranstaltung und auch darüber hinaus

Anmeldeschluss ist der 20. September 2011. Weitere Informationen unter http://www.b2fair.com

Firmengruppe Schall

Das Messeunternehmen P.E. Schall GmbH & Co. KG organisiert in Deutschland sechs Publikums- und international 20 Fachmessen. Motek (Handhabungstechnik), Control (Qualitätssicherung) und Optatec (optische Technologien) sind weltweit führende Veranstaltungen ihrer Branche. Die Fakuma (Kunststoffbearbeitung) und Blechexpo (Blechbearbeitung) gelten jeweils als Nummer Zwei weltweit. Die in der Neuen Messe Stuttgart stattfindenden Messen Motek, Control und Blechexpo belegten 2009 eine rund 185.000 Quadratmeter Fläche in insgesamt 15 Hallen. An zwölf Messetagen stellten rund 3000 Unternehmen aus. 75.000 internationale Gäste besuchten die Stuttgarter Messehallen in dieser Zeit. Mit etwa 40 Mitarbeitern erwirtschaftet die Schall-Gruppe je nach Messejahr einen Umsatz von etwa 28 Millionen Euro pro Jahr.

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