Hochleistungskunststoffe im Einsatz

Igus auf Wachstumskurs

427 Millionen Euro Umsatz (plus 7 Prozent) meldet die Igus GmbH, Hersteller von Energiekettensystemen und Kunststoff-Gleitlagern, für das vergangene Geschäftsjahr. Basis für den Erfolg seien die Investitionen in Forschung und Entwicklung von "Motion Plastics", Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen, sowie die Erweiterung der Beratungsleistungen und der globale Standortausbau.

Der gemeinsam mit der Universität Bonn entwickelte Fußballroboter wurde teilweise im 3D-Druck produziert.

Der Umsatz ergibt sich nach Unternehmensangaben aus den rund 5 100 Kundenaufträgen pro Tag, was einer Steigerung von 20 Prozent entspreche. Das ist ein deutliches Indiz für die weiter zunehmende Bestellung von Kleinstmengen. Mit den neuen Niederlassungen in Indonesien, Estland, Bulgarien, Russland, Thailand, Slowenien, Vietnam und der Slowakei wird die direkte Präsenz in 35 Ländern und die Vertretung in weiteren 55 Ländern über lokale Händler gemeldet. Zusätzlich wurden bestehende Standorte erweitert.

Der direkte Kontakt zu den rund 200.000 aktiven Kunden (plus 14 Prozent) soll wichtiges Element aller Aktivitäten bleiben. Dazu baue man auch die Branchenberatung kontinuierlich aus. Darüber hinaus wurden eigene Geschäftsbereiche für neue Produkte geschaffen, darunter Dryspin Spindeltriebe und Halbzeuge, um den Kunden auch hier Anwendungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Tribo-Polymeren schneller zu erschließen. Parallel wurden die Online-Tools erweitert, um die Konfigurierbarkeit und Berechnung der Lebensdauer von Produkten zu ermöglichen.

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Für den 3D-Druck wurde zur Hannover Messe erstmals ein Tribo-Filament vorgestellt. Der Werkstoff sei bis zu 50 Mal abriebfester als alle bisherigen 3D-Druckmaterialen. Der Kunde erhalte damit mehr Freiheiten bei der Konstruktion seiner Lagerstellen und könne Prototypen schnell und günstig herstellen.

Das Potenzial von 3D-Druck zeigt sich auch in der Zusammenarbeit der Universität Bonn: Gemeinsam wurde ein Roboter entwickelt, der bei der Robocup Weltmeisterschaft im Juli in Brasilien an den Start gehen soll. Außenform und tragende Teile entstanden im Laser-Sinter-Verfahren aus Kunststoff. Diese neue Generation Fußballroboter sei leicht und beweglich und soll im Zweikampf Stürze überstehen.

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