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Höher, schneller, individueller

Der Automobilbau, die Medizin- und Zahntechnik sowie die Luftfahrtindustrie nutzen generative Verfahren zunehmend. Gerade beim Flugzeugbau sind Teile mit geringem Gewicht bei hoher Festigkeit und elektrischer Leitfähigkeit gefragt. Die oft komplexen Strukturen dieser Bauteile oder die für ihren Einbau nötigen speziellen Montagewerkzeuge lassen sich im Additive Manufacturing effizient herstellen. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten sowie den aktuellen Forschungs- und Entwicklungsbedarf beleuchtet das in die Messe Rapidtech (24. und 25. Mai 2011) erstmals integrierte Fachforum Luftfahrt.

Schneller intensivere und interdisziplinäre Dialoge sind das Ziel der Fachmesse für Rapid-Technologie in Erfurt. Seit 2004 bildet die Rapid.Tech die Entwicklung von der Herstellung von Prototypen bis zur direkten Fertigung von Endprodukten und deren Komponenten (Additive Manufacturing) ab. Der Schwerpunkt liegt auf der direkten generativen Fertigung, die Fachleute als das Fertigungsverfahren mit den größten Potenzialen sehen. Die Erfolgsbilanz des Jahres 2010 mit über 1100 Besuchern und Tagungsteilnehmern sowie 57 Ausstellern wollen die Veranstalter der Fachmesse auch in der achten Auflage fortsetzen. Zum Programm der Rapidtech 2011 gehören neben der Anwendertagung auch der Konstrukteurstag, das 3. Fachforum "CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik", das 2. Fachforum Medizintechnik und das Fachforum zum Thema Luftfahrt.

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Zukunftsmärkte im Visier

Die zweitägige Anwendertagung erlaubt einen raschen Einstieg in das Feld der additiven Herstellung von Endprodukten und liefert Fortgeschrittenen auch ein Update auf den neuesten technologischen Stand. Keynote-Speaker ist Prof. Dr. Jürgen Gausemeier, Inhaber des Lehrstuhls für Produktentstehung am Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn. Der Diplom-Ingenieur ist darüber hinaus Mitglied des Wissenschaftsrats von Bund und Ländern.

Die speziellen, in die Messe integrierten Fachforen vermitteln Anwendern aus Medizin- und Zahntechnik und aus der Luftfahrt praxisnahe und branchenspezifische Informationen zu generativen Fertigungsverfahren. Der Konstrukteurstag am 25. Mai 2011 fokussiert besonders auf die Anforderungen dieser Zielgruppe an die Verfahren.

Generativ denken

Die Fachmesse Rapid.Tech lädt Aussteller zu einer vielfältigen Aktionsplattform ein. Gespräche mit Fachleuten, Vorträge zu neuen Anwendungen und die Vorstellung innovativer Maschinen vor Ort gehören dazu. Gleichzeitig findet der Nachwuchs hier ein Karrieresprungbrett. Cataracta oder Kinematics sind zwei Namen der zahlreichen Siegerarbeiten, die der "Student Design Award for Rapid Manufacturing" inzwischen hervorbrachte. Kreative, visionäre Gestalter nutzen damit eine Plattform, um die Möglichkeiten der Generativen Fertigungsverfahren auszuprobieren. 2010 beteiligten sich über 40 Studenten an dem jetzt zum fünften Mal bundesweit ausgeschriebenen und von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) sowie der Messe Erfurt initiierten Wettbewerb. Den Siegern winken Preisgelder von insgesamt 6000 Euro und die Chance, mit namhaften Designern und Konstrukteuren verschiedener Zukunftsbranchen in Kontakt zu kommen. Alle prämierten Werke werden von renommierten Unternehmen wie 3D Schilling, 3D Systems, Objet Geometries, Centrum für Prototypenbau, RTC Rapid Technology Center Duisburg und EOS produziert.

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Veranstaltung

Alles was Recht ist

Erstmals wird es zur Rapidtech und Fabcon eine eigenständige Plattform für rechtliche Aspekte der additiven Fertigung geben. Premiere ist am 5. Juni während der Tagungsmesse auf dem Erfurter Messegelände.

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