Im Zeichen von Industrie 4.0

Maschinendaten kostengünstiger erfassen

Ein neues Einstiegssystem zur auftragsbezogenen Erfassung von Maschinen- und Prozessdaten unter anderem in der Folien-, der Papier- und Nonwoven-Industrie soll dabei helfen, Abläufe transparenter zu machen, Produktivität und Qualität zu steigern.

Die Einstiegslösung für das automatische Erfassen von Maschinen- und Prozessdaten solle mitaussagekräftigen und leicht verständlichen Darstellungen auftragsbezogener Live-Daten bereitstellen. (Bild: Grass)

Maschinen- und Prozessdaten erfassen viele Unternehmen nach wie vor manuell. Sie scheuen häufig die Investitionskosten einer automatischen Datenerfassung. Für solche Betriebe das Unternehmen Grass die Software Linealytic an. Die schlanke, leicht bedien- und implementierbaren Lösung ermögliche einen kostengünstiger Einstieg in die automatische Datenerfassung binnen weniger Tage. Das sei die Basis zur Ad-hoc-Optimierung der aktuellen Produktion und langfristig ganzer Prozesse auf einer soliden Datenbasis.

Maschinenführer versorgt das System mit auftragsbezogenen Live-Daten ihrer Anlagen in Form aussagekräftiger, leicht verständlicher und übersichtlicher grafischer Darstellungen. Damit können sie bei Abweichungen von Sollwerten schnell und gezielt eingreifen. Dabei werden die erfassten Daten den einzelnen Aufträgen oder Produktionsintervallen zugeordnet und nach Vorgaben der Maschinenführer aggregiert. Diese können leichter Ausschuss vermeiden oder minimieren, die Produktionsqualität auf dem angestrebten Niveau halten und die Produktionsanlagen effizienter auslasten. Produktionsfehler soll Linealytic zuverlässig aufdecken. Die mit dem System schnell erstellten (Ad-hoc-)Reports dienen der Dokumentation der Produktion.

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Die erfassten Daten lassen sich in übergeordnete Systeme übernehmen und hier analysieren. Diese Auswertungen bilden die Basis für langfristige Prozessverbesserungen wie die Verschlankung der Produktionsabläufe, Reduzierung von Maschinenstillständen, Optimierung der Material- und Energieeffizienz oder das gezielte Ausschalten von Fehlerquellen.

Angefangen bei zum Beispiel Temperatur, Druck und Feuchte über Bahnspannung und -zug bis zu Maschinengeschwindigkeiten, Zeiten, Mengen und etlichen weiteren Parametern aus Produktionsschritten wie Extrusion, Metallisierung oder Druck – beim Abgreifen von Maschinen- und Prozessdaten sei die Software flexibel. Überall, wo in Produktionsprozessen Sensoren, Fühler oder Messgeräte integriert werden können, sind mit ihm Daten automatisch und kontextbezogen erfassbar.

Gleichermaßen offen und flexibel ist das System laut Hersteller dank beim Einbinden von Produktionsanlagen auch älteren Datums und mit geringerem Automatisierungsgrad. So ermögliche das Integrations-Werkzeug IoT Connect den Datenaustausch mit OPC-Servern aller Hersteller. Zudem arbeite das System nach der Implementierung weitgehend wartungsfrei. Der spätere Ausbau zum vollständigen MES ist jedoch möglich.

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