Industrienahe Forschung und Entwicklung

Personelle Doppelspitze am TITK

Der Vorstand des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung, TITK, hat in seiner Sitzung Ende Juni Benjamin Redlingshöfer als weiteren Geschäftsführenden Direktor berufen. Er führt das Institut gemeinsam mit dem bisherigen geschäftsführenden Direktor Ralf-Uwe Bauer.

Die neue Doppelspitze des TITK: Benjamin Redlingshöfer (links) und Ralf-Uwe Bauer. (Bild: TITK)

Benjamin Redlingshöfer ist nicht ganz neu in der TITK Gruppe. Seit 2015 ist der studierte Wirtschaftsingenieur Geschäftsführer der Smartpolymer GmbH. Er hat nach eigenen Angaben den Umsatz des aus der Insolvenz der Coronet-Gruppe übernommen Bereichs „Beflockung“ nahezu verdoppelt. Mit seiner Industrieerfahrung vom mittelständischen Unternehmen bis zum Konzernumfeld entspreche Benjamin Redlingshöfer genau dem Prinzip der industrienahen Forschung des TITK und werde dazu beitragen, das Profil der TITK Gruppe weiter zu schärfen. Er hat am 1. Juli das operative Geschäft sowie das Resort Marketing übernommen. Ralf-Uwe Bauer ist weiterhin für die strategische Ausrichtung sowie für die Auslandsaktivitäten des TITK verantwortlich.

Die personelle Doppelspitze soll zusätzliche Kapazitäten und neue Perspektiven bringen. „Wir verstehen uns als verlängerte Forschungs-und Entwicklungs-Werkbank von Klein- und Mittelständigen Unternehmen Deutschlands. Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden Trends aufgreifen und diese in Innovationen umsetzen. Unsere Entwicklungen fließen direkt in Industrie und stärken somit die Innovationskraft mittelständiger Unternehmen, die oft nicht die Ressourcen für mittel- und langfristige Forschungsvorhaben verfügen. Das TITK ist somit wichtiger Partner für einen starken Mittelstand, nicht nur in Thüringen“, so Benjamin Redlingshöfer.

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Eine weitere Aufgabe ist die Wahrnehmung der Industrieforschungsgemeinschaft Konrad-Zuse. Die 2015 von Ralf-Uwe Bauer aus der Taufe gehobene dritte Forschungssäule in Deutschland habe bereits knapp 80 Mitgliedsinstitute. Diese privatwirtschaftlich organisierten Forschungseinrichtungen zeichnen sich durch praxisorientierte Forschung für mittelständische Unternehmen aus.

Neben dem Thema Industrie 4.0, steht auch der Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien verstärkt im Fokus. Das vom TITK entwickelte Energiespeichermaterial könne Wärme oder Kälte bei vorgegebenen Temperaturen speichern und im Bedarfsfall wieder abzugeben. Die Wirkung der Granulate oder Folien beruht auf dem Effekt einer latenten Wärmespeicherung. Diese können für konstante klimatische Bedingungen in Gewächshäusern sorgen, sowie im Bereich der Medizin- und Elektrotechnik ihre Anwendung finden. 

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