Internationale Kunststoffproduktion

Solvay übernimmt Ryton PPS von Chevron

Sein Angebot an Spezialpolymeren will Solvay durch den Erwerb des Geschäfts mit Ryton Polyphenylensulfid (PPS) des US-basierten Erdölunternehmens Chevron Phillips Chemical Company für 220 Millionen Dollar erweitern.

Die Geschäftseinheit Solvay Specialty Polymers erhalte damit Zugang zu neuen Marktsegmenten und Kunden und könne ihr bestehendes Werkstoffangebot in zahlreichen anspruchsvollen Anwendungsbereichen erweitern. Ryton PPS hat laut Unternehmen einen hohen Marktanteil im Automobilsektor, wo es Metall substituiert. Außerdem sei der Werkstoff weltweit führend bei erhöht flammwidrigen Elektronikbauteilen sowie bei länger haltbaren Filterschläuchen zur Rauchgasreinigung in Kohlekraftwerken.

Die Solvay-Gruppe übernimmt von Chevron Phillips Chemical zwei entsprechende Produktionsanlagen in Borger, Texas, eine Pilotanlage mit F&E-Einrichtungen in Bartlesville, Oklahoma, und eine Compoundieranlage im belgischen Kallo-Beveren. Die Compoundieranlage von Chevron Philips Chemical in La Porte, Texas, werde Solvay vorübergehend zuliefern.

Synergien in Beschaffung sowie aus kommerziellen und fertigungstechnischen Exzellenzinitiativen sollen den Bereich Solvay Specialty Polymers stärken. Das Potential der neuen PPS-Produktionstechnologie von Chevron Phillips Chemical sei noch nicht ausgeschöpft. Deren Kapazität soll nun mit weiteren Investitionen gesteigert werden. Die Übernahme der 200 Mitarbeiter des Ryton PPS-Geschäfts wurde angekündigt.

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Diese Akquisition sei Teil der strategischen Entwicklung von Solvay, zu einem Anbieter spezialisierter Lösungen zu werden, die mehr Wachstum und höhere Erträge bei weniger Zyklizität erschließen. Vorbehaltlich der üblichen Modalitäten ist vorgesehen, die Transaktion im vierten Quartal 2014 abzuschließen.

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