Internationale Maschinenbauszene

Kraussmaffei erweitert Produktion in China - Treuchtlingen bleibt vorerst

Kraussmaffei meldet die Verdopplung der Produktionsfläche seines Werks im chinesischen Haiyan. Nach Unternehmensangaben schreiten die Vorbereitungen voran, damit ab Frühjahr 2014 die komplette Produktion und Montage von Großmaschinen "Made in China" hochfahren kann. "Wir spüren den Trend und passen unsere maßgeschneiderten Maschinen an die Bedürfnisse der Kunden an", sagt Frank Peters, Vice President Sales Kraussmaffei. Eine der ersten Spritzgießmaschinen, die komplett aus Haiyan geliefert werden, wird eine MX 1300-8100 für Yanfeng USA Automotive Trim Systems. Sie wird mit dem neuen Mucell-System ausgerüstet.

General Manager Shelley Wang von Yanfeng und Peters vereinbarten darüber hinaus die weitere globale Zusammenarbeit der Unternehmen bei der Thermoplast- und Duroplastverarbeitung. Gespräche zu weiteren Maschinen laufen demnach. Der Konzern habe bereits seit Jahren Spritzgießmaschinen von Kraussmaffei im Einsatz.

Yanfeng USA Automotive Trim Systems, Inc. ist eine hundertprozentige Tochter von Yanfeng Visteon Automotive Trim System Co., Ltd. mit Hauptsitz in Shanghai. Der Konzern betreibt Werke in China, USA und Indien und produziert Innen- und Außenraumteile, Sitz- und Sicherheitssysteme sowie Elektronik für den Fahrzeugbau. 30 Automobilmarken werden nach Firmenangaben von rund 100 Produktions- und Vertriebsstätten beliefert.

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Vorerst keine Schließung des Standorts Treuchtlingen
Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sich Vertreter der Kraussmaffei Gruppe, der IG Metall und des Betriebsrats auf die Aufhebung der Mitte November gemeldeten Schließungspläne des Standorts Treuchtlingen verständigt haben. "Im Rahmen der konstruktiven und sachlichen Verhandlungsgespräche haben sich alle Parteien des Weiteren darauf geeinigt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31. Dezember 2015 geben wird", erklärte Jan Siebert, CEO der Kraussmaffei Gruppe. Zur Erhöhung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sei die Einführung der 38-Stunden-Woche für den Zeitraum Januar bis September 2014 sowie der 37-Stunden-Woche im Zeitraum Oktober 2014 bis Dezember 2015 jeweils ohne Entgeltausgleich vereinbart worden.

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