Intralogistik-Spezialist erhöht Fertigungstiefe

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Torwegge übernimmt Innova Plast

Torwegge in Bielefeld hat Innova Plast Kunststofftechnik übernommen. Das ebenfalls in Bielefeld ansässige Unternehmen entwickelt, konstruiert und fertigt Spritzguss-Werkzeuge für die Lagerlogistik, die Automotive-Industrie sowie für den Maschinenbau und den Handel. Mit der Übernahme baut Torwegge seine Fertigungstiefe weiter aus und senkt die Abhängigkeit von externen Zulieferern. Innova Plast bleibt als eigene Marke erhalten und am Markt aktiv.

Mit der Übernahme des Kunststoffspezialisten Innova Plast baut Torwegge auch sein Leistungsspektrum aus. So entwickelt und konstruiert der Intralogistiker künftig auch Kunststoffartikel, beispielsweise mittels Kunststoffspritzmaschinen. © Torwegge

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mit der Innova Plast ein neues Mitglied für unsere Firmengruppe gewonnen zu haben, das unser Produkt- und Leistungsportfolio ideal ergänzt“, sagt Thomas Otto, Geschäftsführer bei Torwegge. Das Unternehmen verfüge über einen hochmodernen Maschinenpark, viel Know-how und Erfahrung in der Herstellung von Werkzeugmaschinen. „Damit erhöhen wir unsere Fertigungstiefe und können künftig noch flexibler auf die individuellen Wünsche unserer Kunden eingehen“, sagt Otto. Da Innova Plast ausschließlich in Deutschland produziert, sinkt der Transportaufwand und damit die produktionsbedingten Emissionen. Torwegge will seine Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Weg nachhaltig zu erhöhen.

Torwegge ist ab sofort Kunststofftechniker

Mit der Übernahme des Kunststoffspezialisten baut Torwegge auch das Leistungsspektrum deutlich aus. Zum Produktportfolio zählt ab sofort die Sparte Kunststofftechnik. Darin gebündelt sind die Entwicklung und Konstruktion von Kunststoffartikeln mittels modernster CAD/CAM Software (Autodesk Inventor). Außerdem gehört dazu der Werkzeug- und Formenbau mittels sogenannter Bearbeitungszentren, einer CNC-Senkerodiermaschine mit bis zu 650 Millimeter Verfahrweg sowie diverser Dreh- und Schleifmaschinen. Hinzu kommt die Spritzgussfertigung mit Ein- und Zwei-Komponenten-Technik sowie einer Schließkraft von 350 bis 3.000 Kilonewton und einem Spritzgewicht von 1.500 Gramm. Ausgerüstet ist die dortige Anlage mit einer Fünf-Achsen-Bestückung und Entnahmerobotern sowie mehrfachen Kernzügen und einem Heißkanal-System. Zu den Leistungen der neuen Sparte zählt zudem die vollautomatische Baugruppenmontage; bei Kleinserien erfolgt diese per Hand.

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Nicht mehr nur Räder

Damit kann der Bielefelder Intralogistikspezialist nun über das Segment Radkörper und Räder hinaus auch andere Formteile produzieren. „Davon profitieren unsere Kunden gleich in mehrfacher Hinsicht: Erstens produzieren wir künftig noch nachhaltiger, indem wir einen noch größeren Anteil unserer Produkte vor Ort herstellen. Zweitens steigern wir unsere Innovationskraft und können drittens die Entwicklungskosten für neue Produkte senken“, bilanziert Otto die Vorteile des Zusammenschlusses.

Ein anderes Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. So ergeben sich durch die Übernahme von Innova Plast Skaleneffekte, die die Produktion größerer Mengen zu niedrigeren Stückkosten erlauben. Darüber hinaus erwartet Torwegge auf Grundlage der gesteigerten Kapazitäten künftig noch schneller auf die Entwicklung der Nachfrage reagieren und den Maschinenpark besser auslasten zu können. Gleichzeitig soll die Qualität steigen: „Denn wir haben jetzt direkten Einfluss auf den gesamten Prozess der Herstellung – von A bis Z“, sagt Otto.

Personelle Veränderungen sind in beiden Unternehmen weder vorgesehen noch geplant.

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