RKW-Gruppe organisiert Qualifizierung auf mehreren Ebenen

Investition in Aus- und Weiterbildung lohnt sich

Qualifizierte Fachkräfte sind in der Kunststoffindustrie stark gefragt. Die international tätige RKW-Gruppe aus dem rheinland-pfälzischen Frankenthal setzt verstärkt auf das Potenzial der eigenen Talente. Mit hochwertigen Berufsausbildungen, Weiterbildungsangeboten und berufsbegleitenden Studien fördert der Hersteller von Kunststofffolien und Vliesstoffen die Karrierechancen seiner rund 3000 Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen.

Laut CEO Harald Biederbick haben die Qualifikation und Zufriedenheit der Mitarbeiter einen hohen Anteil am unternehmerischen Erfolg der RKW-Gruppe.

Antony Taing verantwortet mit Anfang 30 als jüngster Director das Controlling der gesamten RKW-Gruppe. Begonnen hat er mit dem internationalen Traineeprogramm, mit dem das Unternehmen seine künftigen Führungskräfte rund um die Welt schickt. Während des zweijährigen Trainings lernen die Berufseinsteiger fachübergreifend die verschiedenen Unternehmensbereiche und Standorte kennen, erhalten sukzessive anspruchsvollere Aufgaben und die Möglichkeit, umfangreiche Auslandserfahrungen zu sammeln.

„Wir fördern Mitarbeiter mit Potenzial, um sie langfristig an uns zu binden“, erklärt Torsten Seeba, Director Corporate Human Resources, das Konzept von RKW. Ob Trainings, Mentoring, berufsbegleitende Studien oder Inhouse-Seminare: Das Unternehmen investiert in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter und eröffnet ihnen gleichzeitig Aufstiegsmöglichkeiten. Nur so lasse es sich nach Ansicht des Personalchefs verhindern, dass die Führungskräfte von Morgen permanent nach Alternativen schielen und über kurz oder lang zur Konkurrenz abwandern.

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Um sich früh beim Nachwuchs zu profilieren, wirbt RKW bundesweit auch an Universitäten wie der RWTH Aachen. Ausstellungsbesuche auf Hochschulmessen sollen unter anderem das Interesse der technischen wie kaufmännischen Studierenden wecken, sich intensiver mit RKW und der Kunststoffindustrie auseinanderzusetzen – sei es in Form eines Praktikums, in der Abschlussarbeit, als Werkstudent oder Trainee.

Derzeit beschäftigt die RKW-Gruppe deutschlandweit über 120 Auszubildende.

Keine Nummer, ein Mensch
Angelique Skaro hat sich 2010 für ein duales Bachelor-Studium bei RKW beworben. „Schon im Vorstellungsgespräch war mir bewusst: Hier zählen nicht nur Noten, sondern der Mensch, der dahintersteckt.“ Drei Jahre später hat sie drei Abschlüsse in der Tasche: Den Bachelor of Administration, die Ausbildung zur Industriekauffrau und eine Qualifikation zur internen Auditorin für Qualitäts- und Energiemanagement. „Meine Ausbildung war extrem spannend. Ich konnte Verantwortung übernehmen, mich ständig weiterbilden und zur Prüfungsvorbereitung Seminare besuchen“, erinnert sich Angelique Skaro. Momentan absolviert sie ihren Master in General Management mit den Schwerpunkten Marketing und Human Resources Management. Einen Tag pro Woche arbeitet sie bei RKW im Vertrieb. Den Rest verbringt sie an der Uni. Positiv bewertet die Studentin an ihrem Arbeitgeber vor allem die flachen Hierarchien und den Respekt, den das Familienunternehmen seinen Mitarbeitern auf allen Ebenen entgegenbringt.

Harald Biederbick, CEO der RKW-Gruppe, sieht darin eine klassische Win-Win-Situation: „Die Qualifikation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter haben einen wesentlichen Anteil an unserem unternehmerischen Erfolg“. Das 1957 gegründete Familienunternehmen fertigt mittlerweile an 23 Standorten weltweit. Moderne Produktionsanlagen, zahlreiche und oftmals preisgekrönte Produktinnovationen und einige der Branchenriesen im Kundenkreis sieht das Unternehmen als weitere Erfolgsgaranten. „2014 haben wir unseren Umsatzrekord mit 940 Millionen Euro erzielt“, beziffert Harald Biederbick den Erfolg. „Demnächst werden wir ein neues Werk in China eröffnen. Die Dynamik eines Global Players, gepaart mit der Verlässlichkeit eines Familienunternehmens – das ist unser Plus, das viele anzieht.“

Vorarbeiter mit Führungsqualitäten
Ebenso wie in den eher administrativen Unternehmensbereichen, greifen Bildungsangebote auch in produktionsnahen Tätigkeiten. Derzeit beschäftigt die RKW-Gruppe, nach eigenen Abgaben, an zehn deutschen Standorten über 120 Auszubildende, darunter Verfahrens- und Industriemechaniker, Elektroniker und Industriekaufleute. Neben der schon mehrfach von der IHK ausgezeichneten Ausbildung lege man hohen Wert darauf, den Azubis vor allem ein positives Arbeitsklima und das Gefühl zu vermitteln, von Anfang an als vollwertiges Mitglied im Betrieb ernst genommen zu werden. Das Ergebnis spreche für sich: Aufgrund der guten Leistungen liege die Übernahmequote der Lehrlinge an einigen Standorten im Durchschnitt bei über 90 Prozent.

Wollen sich die Mitarbeiter beruflich weiterentwickeln und ihre Meisterprüfung absolvieren, werden verschiedene unterstützende Maßnahmen angeboten. So können die Mitarbeiter, um den halbjährigen Schulbesuch zu überbrücken, ihr Arbeitsverhältnis einfach ruhen lassen. Der Urlaubsanspruch bleibe damit ebenso erhalten, wie die Jahressonderzahlungen.

Soft Skills fördert RKW längst auch in der Produktion. „Unsere Führungskräfte sind immer greifbar, immer ansprechbar“, betont Wolfgang Puschmann, Personalleiter beim Produktionsstandort RKW Wasserburg. „Der Vorstand genauso wie der Vorarbeiter. Wir beschäftigen deshalb nur noch Vorarbeiter mit Meisterausbildung, die sich auch aufs Personalmanagement verstehen: Denn sie kümmern sich nicht nur um die Arbeit, sondern um Arbeit und Menschen.“

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