Aussteller-Stimmen zur Fakuma 2023

Annina Schopen,

Markus Wolfram, Wittmann Technology

Vom 17. bis 21. Oktober findet in Friedrichshafen die Fakuma 2023 statt. Das KUNSTSTOFF MAGAZIN hat unter den Ausstellern nachgefragt: Welche Erwartungen haben Sie an die Fakuma und welche Trends und Entwicklungen sehen Sie in der Kunststoffindustrie?

Markus Wolfram, Head of Sales, Wittmann Technology © Wittmann Technology

Welche Erwartungen haben Sie an die Fakuma 2023?
Unsere Erwartungen an die Fakuma, als hochkarätige Fachmesse für Kunststoffverarbeiter, sind traditionell sehr hoch. Wir befinden uns zwar mitten in einer wirtschaftlichen Schwächephase, speziell in der D-A-CH-Region, dem hauptsächlichen Einzugsgebiet der Fakuma, dennoch gehen wir davon aus, dass die Besucherzahl durchaus auf dem Niveau der letzten Veranstaltungen liegen wird. Von Besucherseite erwarten wir großes Interesse an den Themen Energieeffizienz, Leichtbau, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Dazu können wir unzählige Exponate und Technologien vorstellen. Daraus resultierend wird sich auf unserem Messestand ein Energieeffizienzpfad befinden, der aus 9 Stationen besteht. Der Pfad beginnt mit einer hocheffizienten EcoPower-DC-Maschine, die für den Messebetrieb aus einer 44-kWh-Batterie gespeist wird. Der Besucher wird unter anderem zu den Peripheriegeräten wie Tempro-Temperiergeräten, Feedmax-Fördersystemen und Drymax-Trocknungsanlagen weitergeführt. Bei diesen Stationen können sich Besucher ein Bild von EcoDrive, einer lastabhängigen Frequenzregelung sowie von der Kombination unserer intelligenten Durchflussregelung WFC mit einem frequenzgeregelten Temperiergerät machen. Den Abschluss des Energieeffizienzpfades bildet die Imagoxt Station, unsere Softwarelösung für die konfigurierbare Visualisierung und Darstellung von Optimierungspotentialen im Kunststoffverarbeitungsbetrieb.

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Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie in der Kunststoffindustrie, die auf der Messe diskutiert werden könnten?
Aufgrund der anhaltend hohen Stromkosten werden mögliche Energieeinsparpotenziale bei Geräten ein Dauerthema bleiben. Der Markt fragt im verstärkten Maße spezifische Geräteoptionen zur Effizienzsteigerung an, wie beispielsweise KERS zur Energierückgewinnung, Cellmould-Schäum- und Airmould-Gasinnendruck-Technologien zur Reduktion des Materialeinsatzes sowie der Schließkraft bei Maschinen, Frequenzumrichter zur Lastanpassung bei Tempro-Temperiergeräten, Drymax-Trocknern und Förderpumpen, sowie SmartFlow zur individuellen Luftanpassung von Silmax Trocknungssilos. Auch der Dauerbetrieb von Mühlen wird kritisch hinterfragt. Dieser lässt sich beispielsweise über ein Signal von einem Angusspicker steuern, und die Mühle ist nur dann aktiv, wenn es tatsächlich etwas zu vermahlen gibt. Bei der Werkzeugtemperierung steht automatische und frequenzgeregelte Anpassung von Durchfluss und Pumpendruck im Fokus.

Ein hohes Maß an Digitalisierung und Vernetzung von Spritzgießmaschine, Roboter und Peripheriegeräten ist gefragt. Mit unserer Wittmann-4.0-Funktionalität und dem digitalen Werkzeugdatenblatt wird ein "Plug & Produce" in der Produktion ermöglicht.

Des Weiteren wird im Sinne der Kreislaufwirtschaft vermehrt Wert auf eine optimierte Nutzung von internen Ressourcen gelegt. Die Wiederverwendung, von beispielsweise Angüssen, ist ein wesentliches Thema und kann mit Hilfe unserer Ingrinder-Spritzgießarbeitszelle, kontrollierter Materialzuführung und -dosierung gelöst werden. Um den Ausgleich der einhergehenden Viskositätsschwankungen zu berücksichtigen, kommen unsere HiQ-Softwarepakete zum Einsatz.

Welche Neuheiten werden Sie vorstellen?
Von der Maschinenseite ist die neue EcoPower-B8X-Maschine anzuführen, welche sich durch gesteigerte Energieeffizienz und Präzision auszeichnet. Hervorzuheben sind vor allem die Innovationen im Bereich der Spritzeinheit, beim Kniehebel und zur weiteren Steigerung der Dynamik der Maschine. Ein weiteres Highlight ist die EcoPower DC, welche in der gezeigten Ausführung mit 44-kWh-Batteriebetrieb eine Weltpremiere darstellt. Der Einsatz von Gleichstrom zum Betreiben einer Spritzgießmaschine bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Zum einen können die Energiekosten durch die direkte Nutzung des Solarstroms niedrig gehalten werden, zum anderen lässt sich Gleichstrom ohne größere Verluste in herkömmlichen Batterien speichern und kann somit hervorragend für die Abdeckung von teuren Stromspitzen genutzt werden.

Bei den Robotern wird unter anderem der neue WX90, ein Vollservo-Angusspicker gezeigt. Der neue Entnahmeroboter Primus 28 mit einer Traglast bis zu 15 kg und automatischem Schmiersystem der Vertikal-Achse erweitert das Portfolio. Bei den Mühlen präsentiert sich die S-Max Dual 6, eine neue Zahnwalzenmühle, welche speziell für harte und spröde Kunststoffe geeignet ist. Für kleine bis mittelgroße Fördersysteme wird die E-Max 2 erstmalig vorgestellt. Diese Förderanlagen-Steuerung verwaltet bis zu 24 Fördergeräte und zwei Vakuumkreise. Bei Granulattrocknern wird der Drymax plus mit Touch-Bedienoberfläche und AmbiLED-Statusanzeige vorgestellt. Für Anwendungen im Hochtemperaturbereich können sich Besucher einen Eindruck von dem in Edelstahl ausgeführten Tempro plus D200 verschaffen. Abgerundet wird die Präsentation durch das gravimetrische Dosiergerät Gravimax, welches NIR-Sensoren zur korrekten Zuführung von Farb- und Recyclingmaterialien verwendet.

Markus Wolfram, Head of Sales, Wittmann Technology

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