K 2013

Abschlussbericht zur K 2013

Im vorläufigen Abschlussbericht der Messe Düsseldorf sehen Veranstalter und Branchenverbände ihre Erwartungen übertroffen. Demnach berichten Aussteller von einer Vielzahl konkreter Projektanfragen, intensiven Verhandlungen mit Fachbesuchern aus aller Welt und einer bemerkenswerten Anzahl von teils spontanen Geschäftsabschlüssen, darunter etliche in Millionenhöhe.

Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirates der K 2013: "Die Investitionsfreude der Besucher hatten wir in dieser Stärke nicht erwartet. Die vielen innovativen Produkte und Anwendungen, die in Düsseldorf Premiere hatten, fanden größte Aufmerksamkeit beim Fachpublikum. Und die Neuheiten wurden nicht nur bestaunt, es wurde bereits sehr viele konkrete Verhandlungen geführt und Verträge unterzeichnet. Viele Kunden bauen ihre Kapazitäten aus und investieren in neue Technologien, um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten. Wir gehen sehr zuversichtlich von einem starken Nachmessegeschäft aus und rechnen mit anhaltendem Wachstum für unsere Branche".

Diese Einschätzung ziehe sich durch alle Bereiche der Messe und werde von den mehr als 3200 ausstellenden Rohstoffproduzenten, Verarbeitern und Maschinenbauern gleichermaßen geteilt. Die Aussteller hoben besonders die noch einmal gestiegene Internationalität und die hohe fachliche Kompetenz der Besucher hervor sowie die Tatsache, dass überdurchschnittlich viele Top-Manager die Reise nach Düsseldorf angetreten hätten.

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Besucher aus mehr als 120 Ländern

Deutschlands Ex-Außenminister und Grünen-Politker Joschka Fischer (2. v.l.) eröffnete am 16. Oktober die Sonderschau "Kunststoff bewegt" innerhalb der K 2013.

Laut Statistik stammten die rund 218.000 Besucher aus mehr als 120 Ländern. Damit bleibe die K das wichtigste Ereignis der Kunststoff- und Kautschukindustrie. An der Vorveranstaltung im Jahre 2010 hatten 222.486 Besucher und 3094 Aussteller teilgenommen.

Die Ergebnisse der Besucherbefragung ergab, dass die Internationalität der Gäste noch einmal zugenommen hat: 58 Prozent und somit rund 126.000 Fachleute waren ausländischer Herkunft. Knapp die Hälfte aller ausländischen Besucher stammte aus Übersee - selbst aus Angola, Burkina Faso, den Falklandinseln, dem Jemen, Malawi, Nepal, Neukaledonien, dem Oman, Peru und Turkmenistan wurden Gäste registriert. Der Anteil der Fachbesucher aus Asien habe erwartungsgemäß die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern gestellt - rund 30.000 waren aus Süd-, Ost und Zentralasien sowie aus Nah- und Mittelost an den Rhein gekommen. Die Gäste aus Indien waren dabei einmal mehr die größte Gruppe, deutlich zugenommen habe der Anteil der Fachbesucher aus China, Indonesien, dem Iran, Japan und Taiwan.

Besucherplus aus Nordamerika

Ein deutliches Plus sei auch beim Anteil der Besucher aus Nordamerika zu verzeichnen: Aus den USA und Kanada wurden rund 8100 Teilnehmer registriert, etwa 1300 mehr als zur K 2010. Rund 11.000 Besucher kamen aus Lateinamerika, etwa ebenso viele wie vor drei Jahren. Die größten Kontingente stellten dabei Brasilien, Mexiko, Argentinien und Kolumbien. Ebenfalls ein Zuwachs der Besucherzahl wird aus Südafrika gemeldet, rund 2.000 Gäste stammten von dort.

Bei den Gästen aus den europäischen Nachbarländern dominierten mit 8000 Besuchern die Niederlande, gefolgt von Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien. Spürbar zugenommen habe das Interesse aus Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn. Überdurchschnittlich groß über alle Ländergrenzen hinweg war laut Befragung der Anteil der Führungskräfte bei den Fachbesuchern: Rund zwei Drittel gehören dem Top- und Mittelmanagement an. Weit mehr als die Hälfte bestimmen ausschlaggebend oder mitentscheidend bei Investitionen in ihren Unternehmen mit. Beachtlich sei auch der hohe Anteil der Besucher aus Forschung, Entwicklung und Konstruktion.

Lösungen für Ressourcenschonung und Energieeffizienz dominierten viele Produkteinführungen, das Bestreben, umweltverträglich und zugleich preisgünstig zu produzieren, prägt die Branche. Der Maschinen- und Anlagenbau, mit rund 1900 Ausstellern der größte Bereich der K 2013, stand auch im Mittelpunkt des Besucherinteresses: Knapp zwei Drittel aller befragten Gäste gaben an, sich vor allem über die Innovationen dieses Sektors informieren zu wollen. Für 42 Prozent der Fachbesucher waren die Präsentationen der Roh- und Hilfsstoffproduzenten vorrangig von Interesse, 22 Prozent schenkten in erster Linie Halbzeugen und technischen Teile aus Kunststoff und Gummi ihre Beachtung (Mehrfachnennungen möglich). Die Besucher stammten aus allen wichtigen Anwenderbranchen - von der Bauwirtschaft und dem Fahrzeugbau über Verpackung sowie Elektro- und Medizintechnik bis hin zur Landwirtschaft. Insgesamt vergaben die Besuchern der Messe Bestnoten für das Angebot in den 19 Messehallen: 96 Prozent versicherten, ihre Besuchsziele voll erreicht zu haben.

Die nächste K findet vom 19. bis 26. Oktober 2016 in Düsseldorf statt.

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