Kooperationen

11. Branchentag Kunststoffland NRW – Menschen und Innovationen

Informationsaustausch und gemeinsame Aktionen zum Vorteil aller Teilnehmer stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten von „Kunststoffland NRW“. Dementsprechend gut besucht war der 11. Branchentag, veranstaltet im „Automotive Center Südwestfalen“. Rund 160 Teilnehmer waren der Einladung zum landesweit größten und wichtigsten Branchentreff gefolgt. Reinhard Hoffmann, Geschäftsführer der Gerhardi Kunststofftechnik, Entwickler und Produzent galvanisierter Kunststoffteile für die Automobilindustrie, eröffnete den Branchentag und führte durch das Programm.

Großer Andrang beim 11. Branchentag von Kunststoffland NRW. (Quelle: Gerhardi Kunststofftechnik, Lüdenscheid)

Im Fokus des Programms standen die Topthemen Innovation im Automotivesektor und Spitzenkräfte für die Branche. CFK, Elektromobilität, Rapid Prototyping, Trends und Chancen für die Kunststoffindustrie aus Sicht eines OEMs – darüber berichtete Lars Fölster aus Sicht der Volkswagen AG. Das Thema Auto stand auch bei Norbert Bendicks vom Unternehmen Leopold Kostal im Mittelpunkt. Anhand der Schnittstelle Mensch-Maschine zeigte er, wie Trends identifiziert werden und wie diese in die Produkte von Kostal einfließen. Andreas Ujma erläuterte aus Sicht eines FH-Professors Herausforderungen an die Ausbildung im Spannungsfeld zwischen industriellen Erwartungen, politischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Gegebenheiten.

Die Karriere am anderen Ende der Berufslaufbahn, nämlich „Karriere 50plus“ und die sich hieraus ergebenden Chancen und Risiken war das Thema von Manfred Rink von Mrink-Consulting. Kontroverse Wortmeldungen bei der anschließenden lebhaften Podiumsdiskussion zum Thema Fachkräfte zeigten die Brisanz des Themas. Bärbel Naderer, Geschäftsführerin von Kunststoffland NRW lud alle Interessierten ein, sich im Rahmen des Arbeitskreises Qualifikation des Vereins hierzu auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Besonders die von Hartwig Meier, Lanxess Deutschland, definierte Hauptaufgabe des Vereins „Menschen aus der Wertschöpfungskette zusammenzubringen und der begleitenden Politik zu erklären, was die Kunststoffindustrie macht und was sie braucht“ unterstrich abschließend die Rolle von Kunststoffland NRW als Sprachrohr und Netzwerk für die kommenden Herausforderung der Kunststoffbranche.

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ACS – Automotive Center Südwestfalen
Das ACS, Veranstaltungsort des 11. Branchentages, ist aus einer Kooperation mehrerer kunststoff- und metallverarbeitender Unternehmen, sowie Hochschulen und kommunalen Trägern entstanden. Unter dem Motto „Gute Ideen. Leicht gemacht.“ werden hier Konzepte und Projekte zur Gewichtsreduzierung im Automobilbau vorangetrieben. Dies gelte für neue Fahrzeugkonzepte ebenso wie für den Einsatz neuer Werkstoffe und Werkstoffkombinationen. Das ACS sieht sich als Plattform für Entwicklungsarbeiten und Wissenstransfer zwischen Automobilherstellern, Zulieferern und Hochschulinstituten mit dem Ziel, Gewichtsreduzierung im Automobilbau zu ermöglichen. Das ACS stellt dazu moderne Infrastruktur, Geräte, Anlagen, Software und Fachpersonal für Projekte der Vorentwicklung bereit. Die Kompetenzen decken die Felder Karosserie und Fahrwerk sowie rationelle Fertigungsverfahren für Metall, Kunststoff und hybride Werkstoffkombinationen ab. Im Verbund mit der Universität Siegen und der Fachhochschule Südwestfalen können vorwiegend mittelständische Unternehmen Projekte durchführen, um die Aufgaben des wirtschaftlichen Leichtbaus zu bearbeiten und den besonderen Anforderungen der Elektromobilität gerecht zu werden.

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