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Krauss Maffei mit 1000 Ideen und Gästen

Spotlight nannte Krauss Maffei die diesjährige Inhouse-Veranstaltung für mehr als 1000 Kunden - und solche, die es werden sollen. "Keine Hausmesse mit allumfassendem Charakter, sondern ein auf besonders interessante Themen fokussierter Informationstag", fasst Geschäftsführungsmitglied Dr. Karlheinz Bourdon das Konzept zusammen. Was aber nicht heißt, dass es nur wenig zu sehen gegeben hätte: Schließlich reklamiert das Unternehmen für sich, als einziger Anbieter mit Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechnik drei wichtige Technologien der K-Branche aus einer Hand anbieten zu können. Und das wurde auch an Exponaten aus allen Bereichen live gezeigt. Hier sieht Dr. Bourdon denn auch den Hauptnutzen einer solchen Veranstaltung: "Zum einen ist das natür-lich deutlich kostengünstiger als klassische Industriemessen - an denen wir natürlich trotzdem weiterhin teilnehmen - zum anderen können wir hier sehr viel besser das Zusammenspiel der Technologien anhand konkreter Lösungen zeigen." Und dass die Technologien zusammenwachsen ist unverkennbar: Rund 50 Prozent der Besucher hatten sich für mehr als einen Themenbereich angemeldet und interessieren sich für alternative oder kombinierte Lösungen.

Im Gegensatz zu ähnlichen Veranstaltungen, die häufig eher regionalen Charakter aufweisen, konnte KraussMaffei auf etwa 40 Prozent ausländische Gäste verweisen. Besonders der auffällige Zu-spruch aus den arabischen Ländern wird hier hervor gehoben. Das korrespondiert mit der Markteinschätzung von Dr. Bourdon: "Derzeit investieren Staaten in Nordafrika, im nahen Osten und der Golfregion gezielt in ihre Infrastruktur. Und damit sind wir zunächst vor allem mit leistungsfähigen Extrusionsanlagen dabei. Aber auch in Asien und China stellen wir eine erste Belebung fest. Selbst in den USA werden verstärkt Serviceleistungen angefragt, ein Indiz, dass die Anlagenauslastung auch dort wieder steigt. Und zwar über alle drei Geschäftsbereiche. Und Indien hatte sich ohnehin etwas von der allgemeinen Lage abgekoppelt." Auch anlässlich dieser Veranstaltung seien mehrerer Projekte und Verkäufe abgeschlossen worden.

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Hinsichtlich der Auslastung und Ausrichtung verweist das Unter-nehmen Krauss Maffei auf die Vorteile seines breiten und tiefen Produktspektrums. So laufe der Großmaschinenbereich noch "recht gut" und "Spezialitäten" werden auch in Krisenzeiten verkauft. Zudem seien komplexe Fertigungszellen inklusive der gesamten Materialver- und -entsorgung nicht nur Thema, sondern hier seien interessante Projekte in der Mache bzw. abgeschlossen. Den Anteil solcher Anfragen schätzt Dr. Bourdon, auch wenn sich die Grenzen nicht immer scharf ziehen lassen, auf 20 bis 25 Prozent. Insgesamt sei das Geschäft hier deutlich stabiler geblieben. Als weiteres attraktives Geschäftsfeld sieht er den Service: "Neben dem klassischen Ersatzteilgeschäft und Wartungsleistungen stellt der Bereich Retrofit inzwischen einen erklecklichen Anteil des Umsatzes. Hier werden Kunden beraten, um Maschinen und Anlagen effizienter und wirtschaftlicher zu machen und deren Einsatzdauer zu verlängern. Beispielsweise geht es um Maßnahmen zur Energieeinsparung oder Leistungserhöhung. Im Bereich Spritzgießen erzielt der Service aktuell rund 20 Prozent des Umsatzes."

Besonderes, von Wettbewerbern in dieser Form nicht nutzbares, Potenzial sieht Dr. Bourdon im engen Zusammenspiel von Techno-logien, in zunehmend "grenzüberschreitenden" Projekten lassen sich viele neue Ideen mit nur einem Partner realisieren. "Mehrfarbenspritzgießen mit angeschäumten Dichtungen und spezielle Oberflächentechnologien sind Beispiele für Fertigungsstrategien, die mehrere Arbeitsgänge zusammenfassen und Handlingvorgänge einspa-ren. Das wird uns künftig noch viele innovative und unter Kostengesichtspunkten interessante Kundenprojekte bescheren. Und das nicht nur in der Automobilbranche, sondern auch bei Weißer Ware und in anderen Branchen." Hier sind Anlagenbauern und Anwendern gefordert, um die Möglichkeiten künftig voll auszuschöpfen.

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