Modernes Spritzgießen

KraussMaffei treibt die digitale Forschung und Lehre

Mit einer neuen Spritzgießmaschine der vollelektrischen PX-Baureihe unterstützt KraussMaffei den Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen (KKM) der Universität Duisburg-Essen.

Treiben gemeinsam die digitale Forschung und Lehre im Spritzgießen voran: (v.l.) Stefan Kruppa (Director Smart Machines), Frank Dalhaus (Leiter Vertriebs- und Service Center Nord), Daniel Ammer (Director Technologies), Reinhard Schiffers (KKM), Martin Würtele (Leiter Technologieentwicklung) Jens Siepmann (KKM) © KraussMaffei

Die Maschine verfügt über eine digitale Vollausstattung. Gemeinsames Ziel sei es, neue Systeme und Applikationen zu entwickeln und auf Basis der erfassten Daten, die Produkt- und Prozessqualität nachhaltig zu steigern.

Die vollelektrische Spritzgießmaschine PX 120-380 mit 1200 Kilonewton Schließkraft ist Teil einer vollautomatisierten Produktionszelle samt Linearroboter und Förderband. „Die Produktionszelle entspricht in allen Belangen dem aktuellen Stand der Technik und ermöglicht uns – nicht zuletzt dank der digitalen Vollausstattung – Forschung und praktische Anwendung im Bereich Digitalisierung zusammen zu bringen“, erklärt Reinhard Schiffers, Leiter Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen (KKM) der Universität Duisburg-Essen.

Zum digitalen Gesamtpaket der PX 120 gehört zum Beispiel der Dataxplorer. Hierbei handelt es sich um ein Analysetool, das einen fast mikroskopischen Blick auf den Prozess liefert und es so möglich macht, auf unklare Fehlerbilder zu reagieren. Je nach Ausstattung der Maschine zeichnet die Software bis zu 500 hochaufgelöste Signalverläufe auf, visualisiert sie und stellt sie zur Auswertung bereit. Dies können Standardsignale der Maschine, aber auch Sondersignale wie der Werkzeuginnendruck sein.

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Im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschung und Entwicklung am KKM stehen maschinen- und produktionsnahe Anwendungen, Services sowie virtuelle Assistenzsysteme in den Themenfeldern autonome Prozessführung, Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Das gilt für Grundlagen und produktnahe Themen. Weitere Schwerpunkte sind IoT-Plattformen (Internet-of-Things), digitale Infrastrukturen sowie Standards für die Verbindung von Maschinen mit übergeordneten Systemen oder Peripherie. Ebenfalls sollen gemeinsam neue Data-Analytics-Anwendungen entwickelt werden, um aus den Daten wertvolle Informationen zu generieren.

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