Kunststoff-Recycling

Veranstaltung „Ressource Kunststoff“

In einer Veranstaltung des Kunststoffland NRW trafen Vertreter der Kunststoffverarbeitung und Recyclingwirtschaft aufeinander, um aktuelle Fragen des Einsatzes von Recyclingwerkstoffen zu diskutieren.

Aufmerksame Zuhörer während der Vorträge der Kunststoffland Veranstaltung.

Erstmals trafen im Rahmen einer Veranstaltung des Kunststoffland NRW Experten der Wertschöpfungskette Kunststoff und ihrer Anwendungsindustrien auf Fachleute aus Abfall- und Recyclingwirtschaft, um branchenübergreifend das Thema Recycling in allen Facetten zu beleuchten. Fragen wie Kunststoffrecycling – wo geht die Reise hin?, Einsatz von Recyclingwerkstoffen in der Kunststoffverarbeitung: Wo liegen Chancen und Herausforderungen?, Was wollen die OEMs? bis Recycling von CFK-Bauteilen: Wie geht das? skizzierten Bandbreite und Komplexität des Themas „Ressource Kunststoff“ und bildeten den roten Faden für die gesamte Veranstaltung.

So unterschiedlich Interessen und Perspektiven der Akteure aus Kunststoff- und Recyclingwirtschaft auch sein mögen, in einem Punkt sind sich laut verband alle einig: Beim Kunststoffrecycling gibt es enormen Handlungsdruck und viele Herausforderungen, die zügig – und am besten gemeinsam – angegangen werden müssen. Auf Seiten der Anwender bekundeten Uwe Ruster, Opel, und Thorsten Leopold von Henkel starkes Interesse am Einsatz von Recyclingwerkstoffen und bestätigten damit den aktuellen Trend. Die Nachfrage nach Rezyklaten sei hoch und werde aller Voraussicht nach weiter steigen. Problem: Es gebe deutlich zu wenig Recyclingkunststoffe am Markt. Höhere Recyclingquoten und endlich klare politische Rahmenbedingungen, mehr Investitionen der Recyclingbetriebe, Verbesserung der Qualität der Rezyklate, konsequente Weiterentwicklung der Sammelsysteme – dies sind laut Veranstalter nur einige der Forderungen, die Referenten und Publikum erhoben.

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Der Weg werde in Richtung Kreislaufwirtschaft führen, diese Erkenntnis zog sich durch viele Beiträge. Entscheidend sei, welche Weichenstellungen jetzt vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang ist der klare Appell der Recycler an die produzierende und verarbeitende Industrie von zentraler Bedeutung: Die Recyclingfähigkeit sollte als gleichwertiges Kriterium in die Anforderungsprofile aufgenommen werden, erklärte Michael Heyde vom DSD. Die spannende Frage, ob und inwiefern der Weg zur Kreislaufwirtschaft zu größeren Umwälzungen in der Wertschöpfungskette führen wird, wurde auch am Rande der Veranstaltung heftig und kontrovers erörtert.

Nachwuchsgewinnung leicht gemacht

Positive Resonanz hatte auch die von Kunststoffland initiierte Aktion „Studierende stellen sich vor“, die bereits mehrfach bei Kunststoffland Veranstaltungen stattfand. Die teilnehmenden Unternehmen zeigten reges Interesse an der komfortablen Möglichkeit, Studenten direkt zu kontaktieren, die sich für Praktika und/oder Bachelor-/Masterarbeiten in Unternehmen der Kunststoffindustrie und/oder der Recyclingwirtschaft interessieren oder perspektivisch dort Beschäftigungsmöglichkeiten suchen.

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