Kunststoffe im Automobilbau

Gestaltungskonzept für Elektroautos

Kunststofftechnologien ermöglichen trendiges Außendesign. Zur K 2016 will Covestro ein neues Konzept für die Gestaltung von Elektrofahrzeugen vorstellen. Das visionäre Konzept wird in Form eines Lifestyle-Elektroautos präsentiert und nimmt aktuelle Trends im Außendesign auf.

Mit leuchtenden Flächen und darin integrierten Scheinwerfern und Heckleuchten wird die Fahrzeugbeleuchtung – neben ihrer eigentlichen Aufgabe – zum Stylingelement. Basis dafür sind holografische Folien entwickelt. (Bild Covestro)

In enger Zusammenarbeit mit Designstudenten und Partnern aus der Autoindustrie seien die Anwendungen entwickelt worden. Angekündigt sind unter anderem ein Frontbereich ohne sichtbare Fugen, eine Beleuchtung in Holografie-Technologie, die Rundum-Verscheibung mit Polycarbonat sowie der Einsatz nachhaltiger Lack- und Klebstoffsysteme.

Mit diesem Konzept soll nach Unternehmensangaben der Ausbau der Elektromobilität gefördert werden. Die Entwicklungen bieten demnach neue Ansätze für die ansprechende Gestaltung komfortabler, funktionaler und energieeffizienter Autos im Hinblick auf Styling, funktionale Integration, Profitabilität und Nachhaltigkeit.

Autobeleuchtung neu definiert
Mit leuchtenden Flächen und darin integrierten Scheinwerfern und Heckleuchten gewinnt die Autobeleuchtung weiter an Bedeutung für das Fahrzeugdesign. Autodesignern bieten sich neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Front- und Heckbereichen. Dazu gehört auch die homogene Integration von Sensoren, Antennen, Licht- und Signalelementen. Während Verbraucher ein schickes und trendiges Aussehen wünschen, wollen Autohersteller klare Akzente setzen und ein unverwechselbares Markendesign schaffen.

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Besonders die Holografie könnte sich als eine attraktive Technologie für die künftige Autobeleuchtung erweisen. Covestro hat gemeinsam mit Autozulieferer Hella eine Lösung auf Basis holografischer Folien entwickelt. Damit lassen sich verschiedene Lichtfunktionen in Karosserieteile integrieren, die wenig Raum benötigen und neue Möglichkeiten für die Verwendung von Licht als Designelement eröffnen.

Ein weiterer Trend sind fugenlose, homogene Oberflächen. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik: Je weniger Luftwiderstand ein Fahrzeug bietet, desto geringer der Energieverbrauch und – auch bei Elektroautos – desto größer die Reichweite. Um dies zu unterstützen, hat Covestro sein Konzeptauto mit weiteren Bauteilen zur Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften ausgestattet.

Die ganze Umgebung im Blick
Für eine bessere Rundumsicht sorgt eine „Wrap-around“-Verscheibung aus transparentem Polycarbonat. Während die Insassen einen Panoramablick genießen, erhöht sich die Sicherheit für Fußgänger – es gibt kaum tote Winkel.

Neue Rohstoffentwicklungen für Lacke und Klebstoffe gehören ebenfalls zum Designkonzept. Dazu gehört ein Lackhärter auf Basis von Biomasse – 70 Prozent seines Kohlenstoffgehalts seien pflanzlichen Ursprungs. Damit formulierte Lacke sollen das gleiche Eigenschaftsniveau wie konventionelle Beschichtungen bieten, sie zum Teil übertreffen und zusätzlich zum Klimaschutz beitragen. Ein anderer Härter ermöglicht die Lackierung von Kunststoff-Anbauteilen am Auto bei niedrigen Temperaturen. Mittelfristig biete die Technologie erstmals die Chance einer gemeinsamen Lackierung von Kunststoffen, Composites und Metallen. Für besondere ästhetische Ansprüche wurden außerdem Rohstoffe für transparente Klebstoffe entwickelt.

Material trifft Design
Schon vor fast 50 Jahren stellte Covestro unter seinem damaligen Namen Bayer auf der Kunststoffmesse das erste Auto mit Kunststoffkarosserie vor, den K 67. Weitere Meilensteine waren die Einführung der Scheinwerfer und die Automobilverscheibung aus Polycarbonat, außerdem Lackrohstoffe für wässrige Autofüller und Basislacke sowie lösemittelarme Polyurethan-Klarlacke.

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