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Kunststoffland NRW: Flüchtlinge und Kunststoffindustrie zusammenbringen

Kunststoffland NRWFlüchtlinge und Kunststoffindustrie zusammenbringen

Bedarfe erkennen, Bewusstsein schärfen, Angebot und Nachfrage bündeln. Für hohes Interesse und lebhafte Diskussionen sorgte die Informationsveranstaltung „Zukunft in der Kunststoffindustrie – Chancen für Flüchtlinge UND Unternehmen?!“ nach Angaben des Branchenverbandes Kunststoffland NRW- am 20. Januar 2016.

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Eine Win-Win-Situation schaffen für Flüchtlinge und Unternehmen ist ein Anliegen von Kunststoffland NRW. (Bild: Fotolia)

Zusammen mit Experten des Arbeitsministeriums und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen sowie mit Personalverantwortlichen aus Unternehmen der Kunststoffindustrie fand ein Dialog zum Thema Flüchtlinge und Chancen in der Kunststoffindustrie statt. Angebote, Erwartungen und Engagement aus Unternehmersicht als auch Informationen und Praxistipps der Vertreter der Arbeitsverwaltung wurden diskutiert. Die Unternehmensvertreter der Kunststoffindustrie konnten sich umfassend aus erster Hand und praxisnah zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Unterstützungsangeboten informieren und über Chancen und Herausforderungen sprechen, Flüchtlinge als neue Arbeitskräfte in ihre Betriebe zu integrieren.

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Freie Arbeitsstellen, Sprachkenntnisse und Integration Points

Es habe sich gezeigt, dass gerade in der mittelständischen Kunststoffindustrie eine außerordentliche Bandbreite an Arbeitsangeboten für Flüchtlinge bereitsteht – von einfachen Einstiegstätigkeiten als Produktionshelfer bis hin zu anspruchsvollen Leitungsaufgaben in der Produktion, die nach umfangreicher Aus- und Weiterbildung angestrebt werden können. Michael Hackler, Leiter Personalwesen Gerhardi Kunststofftechnik, verwies auf aktuell dreizehn freie Ausbildungsstellen in seinem Betrieb, unterstrich in diesem Zusammenhang aber auch die sprachliche Komponente als Voraussetzung, Flüchtlinge dauerhaft zu integrieren.

Ali Doğan, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes und Sefer Öncel, Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit verwiesen auf neue Möglichkeiten für Unternehmen bei der Zusammenarbeit, wie die neuen „Integration Points“, einem gemeinsamen Arbeitsmarktservice von Agentur für Arbeit, Jobcenter und Kommunen, um Verfahren zu verkürzen und zu vereinfachen.

Pragmatische Ansätze und umfassende Lösungen gewünscht

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Interessante Arbeitgeber sind besonders in den ländlichen Regionen von Nordrhein-Westfalen ansässig und haben verstärkt mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Hier bietet sich für Flüchtlinge eine doppelte Chance: Es gebe nicht nur genügend Arbeitsplätze mit Perspektive, sondern die familiären Strukturen im Mittelstand begünstigen auch eine schnellere Integration und können als „Familienersatz“ einen starken Halt bedeuten.

Die Veranstaltung veranschaulichte zudem, dass die kunststoffverarbeitende Industrie mit ihrer Vielzahl an Möglichkeiten noch zu wenig bekannt ist. „Unsere Veranstaltung hat gezeigt, welch immensen Informationsbedarf es beim Mittelstand und der Arbeitsverwaltung gibt. Der Verein Kunststoffland NRW nimmt hier gerne die Mittleraufgabe wahr, “ resümiert Geschäftsführerin Bärbel Naderer in ihrem Schlusswort. Als Netzwerk für die Kunststoffindustrie werde Kunststoffland NRW Kontakte und Austausch weiter ausbauen, Bedarfe stärker kommunizieren und so das Thema im Interesse der Kunststoffunternehmen und der Integration der Flüchtlinge vorantreiben.

Weitere Informationen unter www.kunststoffland-nrw.de.

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