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Politik „begreift“ innovative Kunststofflösungen

Als Mittler zwischen Industrie und Politik begrüßte der Verein Kunststoffland NRW zur K in Düsseldorf auch dieses Mal viele Vertreter des NRW-Landtags. Über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg zeigten sich die Landtagsabgeordneten – vorwiegend Mitglieder der ehemaligen Enquete-Kommission „Zukunft der Chemischen Industrie“ – laut Branchenverband von der Innovationskraft des Werkstoffs Kunststoff beeindruckt.

Von links: Reinhard Hoffmann, Vorsitzender Kunststoffland NRW, Dietmar Brockes MdL (FDP), Axel Tuchlenski, Vorstand Kunststoffland NRW, Gerd Hachen, MdL (CDU), Rainer Thiel, MdL (SPD), Bärbel Naderer, Geschäftsführerin Kunststoffland NRW und Landesclustermanagerin, Guido van den Berg, MdL (SPD) und stellv. Landrat des Rhein-Erft-Kreises. Nicht auf diesem Bild: Hans-Christian Markert, MdL (Bündnis 90/Die Grünen), und Michael R. Hübner, MdL (SPD). (Bild: Kunststoffland NRW)

„Düsseldorf ist nicht zufällig der Nabel der Welt in Sachen Kunststoff, denn in NRW findet sich das Who is who der gesamten Branche – von den großen Kunststofferzeugern bis hin zum mittelständischen Kunststoffverarbeiter“, beschreibt MdL Hans-Christian Markert (Bündnis 90/Die Grünen), ehemaligerKommissionsvorsitzender, die starke Ausgangsposition des bevölkerungsreichsten Bundeslandes und ergänzt: „Deshalb sehe ich gerade bei uns enorme Chancen für echtes nachhaltiges Wirtschaften.“

Konkrete Beispiele dafür wurden den Abgeordneten beim Messerundgang präsentiert: Leichtbau im Automobil zeigte Covestro anhand eines Lifestyle-Elektroautos mit einer „Wrap-around“-Verscheibung aus transparentem Polycarbonat für eine bessere Rundumsicht. Unter dem Motto „Create the exceptional“ präsentierte Evonik Exponate, die Kunststoffe, Additive und Polymere in ihrer Anwendung zeigen. Die Entwicklung spezieller Kunststoffmaterialien, die die industrielle Fertigung von Hightech-Bauteilen im 3D-Druck ermöglichen, stand ebenfalls im Fokus.

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Bei Lanxess erlebten die Vertreter des NRW-Landtags neuee Materialentwicklungen, Verfahren und Technologien für die Verarbeitung von Hightech-Kunststoffen und Hochleistungsadditiven. Umweltschonende Leichtbaulösungen für die Automobilindustrie, dargestellt anhand eines Ölwannenmoduls für den Porsche 911 Carrera oder auch ein Vollkunststoff-Bremspedal für den Porsche Panamera NF standen beispielhaft für neue Produktentwicklungen und Technologien.

Auf ökonomische und ökologische Perspektiven machte das Unternehmen Der grüne Punkt die Vertreter der Politik aufmerksam. Es müsse jetzt darum gehen, das enorme Marktpotenzial hochwertiger Rezyklate zu nutzen und damit zugleich den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft zu schaffen, so Markus Helftewes, Geschäftsführer Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland. Ein wichtiges Thema, das der Verein Kunststoffland NRW gerne aufgreift, damit die starke Wertschöpfungskette am Standort NRW auch hier zum Vorreiter wird.

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