Branche befürchtet trotzdem mittelfristige Standortnachteile

Kunststoffverpackungshersteller bleiben optimistisch

Die deutschen Kunststoffverpackungshersteller bewerten laut Branchenverband Industrievereinigung Kunststoffverpackungen die wirtschaftliche Entwicklung zu Beginn des neuen Jahres optimistisch: 90 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen demnach die aktuelle Wirtschaftslage mit gut. 

Erwartungen der Kunststoffverpackungshersteller an die Branchenentwicklung im ersten Quartal 2018. (Bild: IK)

Das Umfrageergebnis Anfang 2017 – damals gaben 70 Prozent der IK-Mitglieder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Note gut – wird damit deutlich übertroffen. Entsprechend positiver fällt auch die Umsatzerwartung im ersten Quartal 2018 aus. Die Einschätzung der Exportentwicklung bleibt nahezu identisch mit 2017. Knapp 60 Prozent der Unternehmen rechnen zudem mit höheren Rohstoffpreisen, die sich auch auf die Preisentwicklung bei Kunststoffverpackungen auswirken könnten. Die Ertragslage bleibe allerdings weiterhin angespannt.

Alles in allem zeige das Ergebnis des IK-Konjunkturtrends für das erste Quartal 2018 eine nochmals gesteigerte Erwartung der Unternehmen, nachdem die beiden vorangegangenen Jahre bereits überdurchschnittliche Ergebnisse gebracht haben. „Diese vielversprechende Prognose darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Wirtschaftsstandort Deutschland zunehmende Gefahren drohen“, kommentiert IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn die aktuellen Ergebnisse.

Neben dem nach wie vor ungelösten Problem hoher Stromkosten müsse sich Deutschland jetzt auf einen härter geführten internationalen Steuerwettbewerb einstellen. Auf die Steuersenkungen für Unternehmen in den USA wollen neben China weitere Industriestaaten mit entsprechenden Steuerreformen reagieren. Die effektive Steuerlast für Unternehmen in Deutschland mit über 28 Prozent sei schon jetzt vergleichsweise hoch.

Anzeige

Weitere Standortrisiken sind aus Sicht der IK der stark zunehmende Fachkräftemangel wie auch die räumliche und digitale Infrastruktur. Diese Faktoren könnten sich schneller als erwartet zu einer Wachstumsbremse entwickeln. Eine handlungsfähige Bundesregierung müsse hier schnellstmöglich zukunftsweisende Entscheidungen treffen.

Anzeige
zurück zur Themenseite

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Nachhaltigkeit

Kunststoff geht Bio

Eine neue Generation patentierter und biologisch abbaubarer Masterbatche aus Calciumcarbonat und einer Mischung aus biologisch abbaubaren Polymeren soll den Einsatz von Bio-Kunststoffen voran bringen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Lebensmittel etikettieren

Eilig und informativ zum Ziel

Das Unternehmen Gebr. Hoff en Zonen bereitet frischen Brokkoli aus eigenem Anbau für die Zustellung in Supermärkte vor. In der Packhalle in Andijk werden an Förderlinien pro Minute bis zu 140 Brokkoli automatisch in Folie geschweißt, gewogen,...

mehr...