Kompetenzen bündeln für den Fahrzeugbau

Leichtbau-Cluster kooperieren beim Life Cycle Assessment

Der Ökobilanz kommt wachsende Bedeutung bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge zu. Der Trend zum Multi-Material-Design sowie zum Einsatz kombinierter Fertigungsverfahren ist ungebrochen. Daraus ergeben sich Herausforderungen für die umweltgerechte Konstruktion und die Altautoverwertung am Ende des Produktlebenszyklus.

Leichtbau-Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft trafen sich zum ersten Runden Tisch am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden (Bild: TUD / ILK)

Aus diesem Anlass haben die Leichtbau-Spitzencluster MaiI Carbon, Arena 2036, Open Hybrid Lab Factory sowie die Plattform Forel einen Runden Tisch zum Thema Life Cycle Assessment im Leichtbau ins Leben gerufen. Am 30. März trafen sich erstmals Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) in Dresden, um Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktivitäten zu identifizieren. Unter den Teilnehmern waren Materialhersteller wie Thyssenkrupp und SGL Group und Zulieferer, u.a. Bosch, Kirchhoff und Brose sowie Forschungseinrichtungen (TU Dresden, Universität Braunschweig, Universität Stuttgart, Fraunhofer IBP).

Eine zentrale Frage bei Definition einer einheitlichen Vorgehensweise ist die Lebenszyklusanalyse. Diese Aufgabe werde dadurch erschwert, dass gerade für neue Werkstoffe und Fertigungstechnologien validierte Daten fehlen, um eine fundierte Bilanzierung durchzuführen. Der Runde Tisch soll daher als regelmäßige Veranstaltung etabliert werden und unter der Koordination der Plattform Forel Methoden und Richtlinien erarbeiten, die künftig eine objektive Datenerhebung und Ökobilanzierung für Multi-Material-Strukturen ermöglichen. Der nächste Runde Tisch soll am 18. Juli in Bochum stattfinden und offen für alle Interessenten sein.

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Bereits am 21. und 22. Juni wird das 21. Internationale Dresdner Leichtbausymposium stattfinden. Es steht unter dem Thema „Systemleichtbau – ein effizienter Schlüssel für die globalisierte Mobilität der Zukunft“. Weitere Informationen dazu unter www.leichtbausymposium.de

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