Leichtbau

ZF eröffnet Composites Tech Center

ZF-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Sommer (rechts) und ZF-Vorstandsmitglied Michael Hankel, verantwortlich für das Ressort Produktion sowie die Divisionen Pkw-Antriebstechnik und Pkw-Fahrwerktechnik, eröffnen das neue ZF Composites Tech Center am Standort Schweinfurt.

ZF hat in Schweinfurt ein Composites Tech Center eröffnet. Auf mehr als 400 Quadratmetern will das Unternehmen künftig Produktionsprozesse für die Serienherstellung von Produkten aus Faser-Kunststoff-Verbund-Materialen (FKV) entwickeln. Dieses Know-how, das allen Divisionen des Konzerns zur Verfügung stehen werde, sei eine Voraussetzung für die Serienreife vieler Leichtbau-Konzepte, die ZF in den vergangenen Jahren für Pkw und Nutzfahrzeuge vorgestellt habe.

Kernstück des Centers, das unter der Verantwortung der Zentralen Forschung und Entwicklung in Friedrichshafen arbeitet, ist eine Presse mit der sich Komponenten aus duroplastischen Werkstoffen nach dem RTM-Verfahren (Resin Transfer Moulding) herstellen lassen. ZF könne in Schweinfurt künftig auch komplexe, prototypentaugliche Teile aus FKV in geringen Stückzahlen produzieren. Investiert worden seien 3,1 Millionen Euro.

"Wir haben in den vergangenen Jahren viel Grundlagenwissen und Erfahrung zum Thema Leichtbau aufgebaut und dabei auch verstärkt Faser-Kunststoff-Verbund-Werkstoffe eingesetzt", sagt Michael Hankel, im ZF-Vorstand verantwortlich für die Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik sowie für das Ressort Produktion. "Mit dem ZF Composites Tech Center wollen wir nun gezielt die Prozesstechnologien für eine Serienfertigung dieser Werkstoffe in den Fokus rücken und Know-how konzernweit zur Verfügung stellen."

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"Eine wichtige zusätzliche Aufgabe ist der konzernweite Wissenstransfer und die Beratung und Qualifikation für alle ZF-Divisionen und andere Entwicklungsstandorte", sagt Dr. Michael Heselhaus, Projektleiter für den Aufbau des Composites Tech Centers. Diese Übertragung von Know-how ist indes nicht auf Leichtbau- und FKV-Spezialisten beschränkt. So werden Werkzeugmacher eng in die Aktivitäten des ZF Composites Tech Centers eingebunden, damit die vorhandene Werkzeugkompetenz für Massiv- und Blechmaterialien sowie dem Kunststoffspritzguss in Richtung FKV erweitert wird.

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