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LKH will zügig weiter wachsen

Als Kunststoff-Kompetenzcenter der Friedhelm Loh Gruppe, zu der die Marke Rittal gehört, hat das LKH Kunststoffwerk 30 Jahre Spritzguss-Erfahrung gesammelt. Weniger bekannt ist, dass inzwischen rund 45 Prozent des Umsatzes mit Kunden außerhalb der Loh-Gruppe generiert werden.

30jähriges Unternehmensjubiläum und die offizielle Einweihung des in den Jahren 2010 und 2011 neu aufgebauten Werks in Heiligenroth im Westerwald boten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das 1983 im hessischen Haiger gegründete Unternehmen investierte mit dem nun abgeschlossenen Umzug nach Heiligenroth im nördlichen Rheinland-Pfalz in einen modernen Maschinenpark mit 49 Spritzgießmaschinen auf 6000 m² Fertigungsfläche und in ein 3000 m² großes Logistikzentrum mit 3200 Palettenplätzen. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier tätig.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Geschäftsführer Dr. Guido Stannek gut 35 Millionen Euro Umsatz - bei einem weiteren Wachstum von 10 bis 15 Prozent pro Jahr. "Bis zum Jahr 2020 wollen wir unseren Jahresumsatz verdoppeln und das Ergebnis deutlich steigern." Größter Kunde sei nach wie vor die Loh-Gruppe mit der Marke Rittal, aber: "Wir erwarten, dass der Umsatzanteil externer Kunden, der aktuell bei rund 45 Prozent liegt, weiter überproportional steigen wird", so Dr. Stannek.


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Geschäftsführer Dr. Guido Stannek erwartet eine Umsatzverdopplung bis zum Jahr 2020.

Der Kunststoffverarbeiter fertigt nicht nur, sondern engagiert sich in weiteren Teilen der Wertschöpfungskette vom Engineering bis zur Logistik. Verarbeitet werden alle Thermoplaste außer PVC im Spritzguss- und im Heißpressverfahren. Produziert wird ein bereites Spektrum mit dem Schwerpunkt "anspruchsvollere Teile im mittleren Größenbereich2. Mehrkomponenten- und Hybridtechnik für verschiedene Branchen einschließlich der Lebensmittelindustrie sind typisch. Dementsprechend sieht Dr. Stannek weiteres Wachstumspotenzial beispielsweise in der Medizintechnik und in Anwendungen, die hohe Oberflächengüten erfordern. Zusätzliches Wachstum durch Zukäufe und/oder neue Standorte werden nicht ausgeschlossen. Dr. Stannek: "Wir sind offen und es ist auch denkbar, dass wir, um näher an einzelnen Kunden zu sein, beispielsweise in Asien einen Standort eröffnen." Potenziale sieht er aktuell vor allem im Ausschöpfen der bereits vorhandenen Möglichkeiten. Der weitere Ausbau der Entwicklungskompetenzen, das Erarbeiten neuer Lösungen für den Ersatz teurer Sonderwerkstoffe durch Standardkunststoffe oder für den Leichtbau, beispielsweise mit geschäumten Materialien gehören dazu.

Den Kunden zuzuhören, seine Wünsche frühzeitig aufzunehmen und in Produkte umzusetzen, sieht Friedhelm Loh als Basis der erfolgreichen LKH-Vergangenheit und der ehrgeizigen Wachstumspläne - und das werde auch so bleiben. Mit der Umsiedlung an den neuen Standort seien dafür sehr gute Bedingungen geschaffen worden. "30 Jahre LKH - Next Step für LKH", das Motto der Feier ist demnach Programm.

Die Loh-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell rund 11.500 Mitarbeiter in mehr als 60 Tochtergesellschaften und betreibt 15 Produktionsstätten. Das inhabergeführte Familienunternehmen erzielte im Jahr 2012 etwa. 2,2 Milliarden Euro Umsatz.

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